10 Mrz 2021 Autowissen
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Dein Auto springt nicht an: Das sind die 10 häufigsten Ursachen!

Dein Auto springt nicht an? Und Du weißt nicht, warum? Dafür kann es viele Gründe geben. Hier findest Du die Top 10 der Gründe, warum Dein Auto nicht startet! Dazu praktische Tipps, Experteninfo, und Reparaturanleitungen! Mit unserer praktischen Checkliste gewappnet, kannst Du alle Bereiche Deines Vehikels genauer unter die Lupe nehmen. Damit wird es ein Leichtes sein herauszufinden, warum Dein Auto nicht starten will. Bist du bereit? Los geht’s!

Inhalt

  1. Das Auto springt nicht an – Ursache Nr. 1: Batterie
  2. Das Auto springt nicht an – Ursache Nr. 2: Lichtmaschine
  3. Das Auto startet nicht – Ursache Nr. 3: marode oder lose Kabel
  4. Dein Auto springt nicht an – Ursache Nr. 4: Der Anlasser ist defekt
  5. Der Motor startet nicht – Ursache Nr. 5: Zündkerzen
  6. Das Auto springt nicht an – Ursache Nr. 6: Kraftstoffsystem/Einspritzung
  7. Dein Auto startet nicht – Ursache Nr. 7: Defektes Motorsteuergerät
  8. Dein Auto springt nicht an – Ursache Nr. 8: Zündschlüssel
  9. Der Motor startet nicht – Ursache Nr. 9: Kraftstoff-Mangel
  10. Dein Auto springt nicht an – Ursache Nr. 10: Falscher Kraftstoff im Tank

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Das Auto springt nicht an – Ursache Nr. 1: Batterie

Der wohl häufigste Grund, der einem erfolgreichen Motorstart im Weg steht, ist eine zu schwache oder leere Batterie. Dieses Problem lässt sich zum Glück aber auch am leichtesten beheben.
Wusstest Du das? Laut ADAC Pannenstatistik für 2020, waren es vor allem Stromfresser wie elektronische Steuergeräte im PKW, die auch nach Abstellen des Motors weiter Strom ziehen, die für so manch liegengebliebenes Fahrzeug verantwortlich waren.
Woran du erkennst, ob Du gleich eine neue Batterie brauchst, oder die alte nur aufgeladen muss, erfährst Du jetzt:

Daran erkennst Du, dass Deine Autobatterie nur neu aufgeladen werden muss:

Eine leere Autobatterie bedeutet nicht gleich, dass sie defekt ist. Eine entladene Batterie kannst Du schnell durch Starthilfe geben und eine anschließende Aufladefahrt wieder fit machen. Wie das genau geht, erfährst Du, indem Du auf den vorigen Link klickst.

Tipp:: Wenn Du wissen willst, wie es um Deine Batterie steht, kannst Du einen Batterietester nutzen. Vor allem für Hobbyschrauber mit großem Fuhrpark, wie Auto, Camper, und Motorrad, kann sich so ein praktisches Diagnosegerät schnell rechnen.

Das Auto startet nicht bzw. zu langsam: Daran erkennst Du, dass es ernst wird

Wenn Dein Auto lange orgelt, bevor es endlich startet, kann das ein Hinweis auf einen Batteriedefekt sein.

Tipp: Unterzieh Deine Batterie bei Problemen zusätzlich einer Prüfung.  Punkte wie

  • korrodierte Batteriepole
  • eine sich immer wieder entladende Batterie

sind Anzeichen für eine defekte Batterie.

Je nachdem wie stark die Batterie und die Pole in Mitleidenschaft gezogen wurden, hast Du zwei Optionen: (1) Du reinigst die Batterie oder (2) Du tauschst sie aus.
Im Allgemeinen haben Autobatterien eine Lebensdauer von fünf bis acht Jahren. Wenn Deine Batterie also schon dieses stolze Alter erreicht hat, oder sie sich nach kurzer Zeit bereits wieder entleert, solltest Du den Kauf einer neuen Batterie in Betracht ziehen. Aber prüfe vorher noch, ob nicht der zweite Top 10 Grund dafür verantwortlich ist, dass Dein Auto nicht anspringt.

Das Auto springt nicht an – Ursache Nr. 2: Lichtmaschine

Die Lichtmaschine ist der zweithäufigste Übeltäter. Direkt verbunden mit der Batterie kann die Lichtmaschine den gescheiterten Motorstart verursachen. Die Lichtmaschine ist ein Generator, der die Batterie permanent mit Strom speist. Von da zapfen sich alle Systeme, die Strom brauchen, ihren Bedarf ab.

Info: Bei älteren Fahrzeugmodellen waren es hauptsächlich nur die Grundversorgungssysteme (wie Startvorgang, Heizen oder Beleuchtung), die sich Strom aus der Batterie zogen. Heutzutage sind moderne Fahrzeuge mit zahlreichen Technologien ausgestattet, die sich ebenfalls an der Batterie bedienen – wie beispielsweise:
  • Moderne Assistenzsysteme wie ERP und ESP
  • Infotainment-Anlagen
  • Sitzheizungen
  • Schiebedächer
  • Ladestationen fürs Handy und andere Gadgets
  • Sensoren aller Art

Das fordert nicht nur die Batterie, auch die Lichtmaschine muss heute viel mehr leisten.

Das passiert, wenn die Lichtmaschine defekt ist

Wenn die Lichtmaschine nicht mehr richtig arbeitet, wird die Batterie nicht mehr mit genügend Strom versorgt. Alle Systeme nutzen weiterhin Strom aus der Batterie, die aber erhält keinen Nachschub mehr und ist so in kürzester Zeit leer.
Die gute Nachricht: Oftmals ist auch das ein Defekt, der schnell behoben werden kann.
Typische Defekte an der Lichtmaschine sind:

  • Ein Defekt am Antriebsriemen der Lichtmaschine
Info: Du kannst den Antriebsriemen des Generators, oder Keilrippenriemen, mit etwas Geschick und Erfahrung auch selber wechseln. Wie du den Keilrippenriemen wechselst, und weitere praktische Tipps findest du, indem Du vorigem Link folgst.

Weitere Defekte sind:

  • Ein Schaden am Freilauf der Lichtmaschine
  • Verschlissene Kohlebürsten
  • Laderegler defekt
  • Lichtmaschinenhalter defekt
Tipp: Mithilfe eines Spannungsmessgeräts kannst Du die Spannung messen; eventuell ist auch nur ein Kabel kaputt.

Das Auto startet nicht – Ursache Nr. 3: marode oder lose Kabel

Es gibt verschiedene Gründe, warum die Kabel im PKW korrodieren, porös werden, oder sich aus ihrer Halterung lösen.

  • Marderschaden
  • Korrosion
  • Alter des Fahrzeugs
  • Beschädigungen bei vergangenen Reparaturen
  • Feuchtigkeits- bzw. Wasserschaden

Defekte Kabel aufgrund eines Marderschadens

Wie unangenehm Marder im Auto sein können, haben wir bereits in einem anderen Beitrag dargestellt. Wenn Du diese unerwünschten Untermieter hast, dann lässt der Schaden meist nicht lange auf sich warten – und das Auto springt nicht mehr an. Zwar ist auch hier der Defekt oft schnell behoben, doch es kann mitunter mühsam sein, das angebissene oder zu locker sitzende Kabel zu finden.

Gut zu wissen: Je nachdem, in welches Kabel der Marder seine Zähne versenkt, machen sich andere Probleme bemerkbar. Einige davon sind schwerwiegender und kostspieliger als andere. Besonders schlecht ist es, wenn Kühlwasserschläuche oder Kraftstoffleitungen durchgebissen werden. Hier kann Kraftstoff austreten und sogar ein kapitaler Motorschaden drohen.
Noch ein Tipp: Wenn Du wissen möchtest, wie Du die unerwünschten Besucher mit einem Marderabwehrgerät loswerden kannst, klick einfach auf den vorigen Link!

Kabelschaden durch Korrosion

Korrosion ist nichts anderes als Rost. Je nachdem wo der Rost sitzt, kann Dein Fahrzeug besser oder schlechter damit umgehen. Korrosion außen an der Karosserie ist zwar unschön, führt aber nicht unmittelbar zu Ausfällen. Erst wenn sich der Rost zu betriebsrelevanten Teilen durchgefressen oder sich dort angesiedelt hat, wird es zu einem ernsten Problem, der die Funktion deines Autos beeinträchtigt.
Werden Kabel korrodiert, kann der Strom nicht mehr ungehindert fließen. Der Stromkreis wird unterbrochen. Es kommt zu Fehlfunktionen oder sogar zu Kurzschlüssen. Und irgendwann springt das Auto auch nicht mehr an.

Kabelschaden als Alterserscheinung

Auch wenn es den ein oder anderen Autoliebhaber schmerzt: Autos leben meist nicht so lange wie Menschen. Deswegen kann es zu guter Letzt auch einfach das Alter Deines Vehikels sein, das für marode und poröse Kabel verantwortlich ist. Irgendwann lösen sich Schraubverbindungen, die dann den Stromfluss unterbrechen.
Egal, aus welchem Grund Deine Kabel in Mitleidenschaft gezogen wurden, wichtig ist, dass Du frühzeitig eingreifst. Deswegen unser Tipp:

Tipp: Unterzieh Dein Auto regelmäßigen Inspektionen. Wenn Du so eine Inspektion nicht selber machen möchtest, kannst Du das auch in einer Werkstatt durchführen lassen. Du möchtest noch mehr Infos, Tipps, und Hilfe zum Thema Inspektion? Dann klick einfach auf den Link!

Unter anderem solltest Du unbedingt checken:

  • Die Karosserie
  • Die Beleuchtung
  • Die Bremsen

Zudem solltest Du unter der Motorhaube nach dem Rechten sehen. Checke alle Kabel, alle Verbindungen, und ersetze Kabel bei ersten Anzeichen von Verschleiß. Ebenso solltest Du unter Deinem Fahrzeug checken, ob sich Lecks oder Pfützen gebildet haben – ein Hinweis auf Leckagen und undichte Schläuche. Idealerweise sollte der Wagen dafür länger an einem Ort gestanden haben.

Tipp: Findest Du Pfützen unter dem Auto und möchtest wissen, um was für eine Flüssigkeit es sich handelt? In unserem Flecken-Check findest Du eine praktische Übersicht über Öl-, Kraftstoff- und Bremsflüssigkeitsflecken, und wie Du sie erkennen kannst. Auch eine Frühjahrscheckliste fürs Auto halten wir für Dich bereit!
Noch ein Tipp: Du bist auf der Suche nach einer ausführlichen Frühjahrscheckliste für Dein Auto? Auch hier haben wir etwas in petto!

Ursache Nr. 4: Der Anlasser ist defekt

Der Anlasser, oder Starter, sorgt für die nötige Startunterstützung. Er besteht aus:

  • Elektromotor
  • Einspursystem
  • Ritzel
  • Freilauf

Mehr zum Anlasser, was die Symptome eines defekten Anlassers sind, und was Du dagegen tun kannst, damit der Anlasser nicht wieder kaputt geht, haben wir hier ausführlich für Dich zusammengefasst. Sollte ein Wechsel des Starters nötig sein, gibt es hier die praktische Wechselanleitung!

Tipp: : Wenn Du einfach und schnell überprüfen willst, wer (Batterie oder Anlasser) für den gescheiterten Startversuch verantwortlich ist: Versuch mal Deinem Auto eine Starthilfe zu geben! Wenn sich nichts tut, kannst Du die Batterie als Übeltäter ausschließen und Dich auf die Suche nach weiteren Fehlerursachen begeben.

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Der Motor startet nicht – Ursache Nr. 5: Zündkerzen

Zündkerzen sorgen dafür, dass der sprichwörtliche Funke überfliegt. Und das ständig und konstant. Das Luft-Benzingemisch muss exakt gezündet werden, sonst klopft der Motor. Diese Fehlzündungen, die entstehen, sorgen für enorme Belastungen am Material. Deswegen gehören defekte Zündkerzen ebenfalls zu einer der häufigsten Ursachen, warum ein Auto nicht mehr anspringen will. Es braucht dafür manchmal nur eine defekte Zündkerze.
Ein Defekt ist meist schnell erkennbar:

  • Der Motor ruckelt und läuft unrund.
  • Der Kraftstoffverbrauch steigt an.
  • Es gibt Zündaussetzer.

Tipp: Zündaussetzer bedeuten, dass der Kraftstoff nicht richtig verbrannt wurde. Dadurch entsteht starker Benzingeruch – unbedingt darauf achten!

Darüber hinaus kann durch Zündaussetzer der Katalysator beschädigt werden. Warum? Einfach ausgedrückt: Ein Kat führt keine Nachverbrennung durch, sondern eine Art chemische Nachbereitung. Hierfür braucht es auch die richtige Betriebstemperatur. Kommt nun nicht verbrannter Kraftstoff in den Kat, zündet er dort – und treibt diese Temperatur in die Höhe. Dann schmelzen Metall- und Keramikträger im Katalysator.

Wusstest Du das? Eine Zündkerze muss ganz schön viel leisten. Fährst Du beispielsweise eine Minute lang mit 5000 Umdrehungen Auto, zündet die Zündkerze in derselben Zeit 5000-mal.

Das Auto springt nicht an – Ursache Nr. 6: Kraftstoffsystem/Einspritzung

Wenn die Fehlerquelle im Kraftstoffsystem liegt, kann das Problem entweder im Bereich der

  • Elektrik angesiedelt sein
  • oder es gibt ein Problem am Kraftstofffluss

Bei elektrischen Problemen sind Teile defekt, die arbeiten müssen, damit der Treibstoff transportiert oder gezündet werden kann, etwa

  • die Kraftstoffvorförderpumpe
  • das Einspritzsystem oder
  • die Zündspule

Probleme im Kraftstofffluss werden meistens verursacht durch

  • verstopfte Kraftstofffilter
  • verstopfte oder undichte Kraftstoffleitungen

Verstopfte Filter machen sich u. a. durch einen Abfall im Kraftstoffdruck bemerkbar. Zudem läuft der Motor unrund, oder geht einfach aus. Wenn Du wissen willst, wie Du den Kraftstofffilter einfach selber wechseln kannst, findest Du unter diesem Link wichtige Infos und eine praktische Wechselanleitung!

Wusstest Du das? Bei Kraftstoffleitungen wird zwischen starren und flexiblen Kraftstoff-Schläuchen und -Leitungen unterschieden. Beide kommen in Deinem Fahrzeug zum Einsatz!

Profi-Tipp: Bei Undichtigkeiten reicht es oft, das betroffene Teilstück der Leitung auszutauschen. Wenn es ein flexibler Kraftstoffschlauch ist, kannst Du dafür ganz einfach Meterware verwenden. Starre Leitungen hingegen sind fahrzeugspezifisch, und müssen dementsprechend richtig gekauft werden. Am besten bestellst Du solche Teile immer mithilfe der Schlüsselnummer. So kannst Du Dir sicher sein, dass die neue Leitung passt.

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Dein Auto startet nicht – Ursache Nr. 7: Defektes Motorsteuergerät

Das Motorsteuergerät kontrolliert und regelt in modernen Fahrzeugen unzählige Funktionen – wie Abgasrückführung oder den Verbrennungsprozess. Zusätzlich laufen hier alle Sensordaten zusammen.
Defekte am Motorsteuergerät sind mitunter schwer zuzuordnen, da sie fast deckungsgleich mit einem Defekt an den Zündkerzen oder Problemen mit der Kraftstoffleitung sind. Anzeichen hierfür sind:

Ein Defekt des Steuergerätes kann entweder:

  • ein physischer Defekt sein
    • z. B. kaputte Lötstellen oder beschädigte Kondensatoren
  • oder an einem Softwarefehler liegen.

Bei einem Softwarefehler kann es reichen, den Fehlerspeicher zu löschen – und ggf. ein Update durchzuführen. Bei einem physischen Defekt bedarf es eines Spezialisten, der solche Geräte wieder instand setzen kann. Meist ist dies sehr teuer, weswegen Du hier meist nicht am Tausch des Steuergerätes vorbeikommst.

Profi-Tipp: Meist ist beim Tausch des Steuergerätes ein Anlernvorgang erforderlich. Das heißt in der Praxis, dass Du alle Last- und Drehzahlbereiche einmal durchfahren musst. Also Stadtverkehr, Autobahn, langsam fahren, ordentlich Gas geben usw. Das Steuergerät ‚lernt‘ in dieser sogenannten Kennfeldkorrektur-Zeit, wie es den Motor und alle weiteren Systeme optimal steuert. Zwar hat es dieses Wissen ab Hersteller mitbekommen, nun lernt das Steuergerät aber die Realwerte kennen. Wenn Du gut gemischt alles durchfährst, dauert es ca. 30–50 km, bis Dein neues Motorsteuergerät den Bogen raushat.

Dein Auto springt nicht an – Ursache Nr. 8: Zündschlüssel

Um Verwechslungen vorweg auszuschließen: Hier geht es wirklich um den Schlüssel deines Autos. Also um den Schlüssel, den Du in der Hosentasche oder Handtasche mir Dir rumträgst – nicht um das Zündschloss.
War der Schlüssel früher ein einfaches Werkzeug, das ins Zündschloss passen musste, ist es heute ein kleiner High-Tech-Gegenstand. Gerade in neueren Autos gibt es keine Schlüssel im eigentlichen Sinn mehr. Vielmehr sind es Aufbewahrungsorte für Sensoren geworden, die mit dem Auto kommunizieren. Bei der Keyless-Funktion zum Beispiel bedarf es weder einer manuellen Öffnung noch eines manuellen Starts. Alles wird über Codes übermittelt. So kannst Du Dein Auto öffnen und starten, ohne dass Du jemals den Schlüssel aus der Tasche genommen hast.
Wenn also Dein Auto nicht startet, sind hier die ersten Fragen, die es zu beantworten gilt:

  • Trägst Du den Schlüssel bei Dir?
  • Ist der Akku des Schlüssels vielleicht leer?
  • Ist es auch wirklich Dein Schlüssel?
Übrigens: Wenn der Funkschlüssel defekt ist, kann man Autos i. d. R. noch mit dessen mechanischem Pendant öffnen – das Problem ist allerdings dann die elektronische Wegfahrsperre.
Tipp: Bewahre den Ersatzschlüssel an einem sicheren Ort auf, der nicht im Auto ist! Wechsle zudem beim ersten Anzeichen von Akku-Schwäche sofort die Batterien an Deinem Schlüssel.

Wenn es ein echter Defekt ist, bleibt Dir nur der Gang zur Fachwerkstatt oder direkt zum Hersteller. Funkschlüssel sind teuer in der Neuanschaffung – und müssen zudem neu codiert werden!

Der Motor startet nicht – Ursache Nr. 9: Kraftstoff-Mangel

Der mitunter ärgerlichste aber auch vermeidbarste Grund, warum Dein Auto nicht mehr anspringt: Dein Tank ist leer. Zum Glück findet sich hier die Lösung des Problems bei der nächsten Tanke; und für jeden Laien machbar ist sie auch noch.

Tipp: Lass Dein Auto nicht zu oft ganz auf dem Trockenen sitzen. Ein komplett leer gefahrener Tank kann Schaden nehmen. Warum? Ganz einfach. Benzin dient nicht nur zur Gewinnung von Antrieb, es ist auch eine Art Schmiermittel. Fährst Du Deinen Tank leer, dauert es eine Weile, bis der Kraftstoff wieder ins System eingespeist wird. Die ersten Zündungsversuche passieren also ungeschmiert – und sowas mag kein Motor. Im schlimmsten Fall kann die Kraftstoffpumpe Schaden nehmen.
Gut zu wissen: Im Gegensatz zu Benzinern, sind Diesel nicht sonderlich anfällig für Schäden aufgrund eines leeren Tanks; vor allem nicht die neueren. Trotzdem raten wir auch hier, rechtzeitig zu tanken.

Solltest Du übrigens auf einer Autobahn wegen zu geringer Kraftstoffreserven liegen bleiben, wird ein Bußgeld von 35€ fällig. Behinderst Du andere Verkehrsteilnehmer, kann der Betrag auch schnell wachsen, und es können Punkte in Flensburg dazukommen. Also: Immer schön auf die Tankanzeige achten!

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Dein Auto springt nicht an – Ursache Nr. 10: Falscher Kraftstoff im Tank

Der wohl ärgerlichste Fehler, der Dir unterlaufen kann: Du hast irrtümlicherweise den falschen Kraftstoff getankt. Diesel in einen Benziner – oder Benzin in einen Diesel.

Tipp: Brich den Tankvorgang sofort ab, und starte auf keinen Fall Dein Auto; schalt nicht mal die Zündung ein, um z. B. das Radio einschalten zu können. Oftmals wird hier schon die empfindliche Kraftstoffpumpe der Einspritzanlage aktiviert. Diese könnte schon die ersten Mengen des falschen Kraftstoffs ins System speisen.

Abhilfe schaffen mobile Abpumpservices, die den falschen Kraftstoff wieder aus dem Tank ziehen – denn raus muss der allemal. Auch Werkstätten bieten oftmals diesen Service an. Es versteht sich von selbst, dass Du Dein Auto zur nächsten Werkstatt abschleppen lassen musst und nicht selber dort hinfahren solltest.

Diesel in einen Benziner oder Benzin in ein Dieselfahrzeug – das sind die Folgen

Benzin in einem Diesel entfernt den zwingend erforderlichen Diesel-Schmierfilm; nicht umsonst ist z. B. Reinigungsbenzin die Waffe schlechthin im Kampf gegen Fettflecken. Diese entfettende Wirkung hat fatale Folgen für einen Diesel. Die Hochdruckeinspritzanlage in einem Diesel ist nicht mehr geschmiert; dadurch bildet sich sehr schnell Metallabrieb. Diese Metallspäne richten großen Schaden in einem Dieselmotor an.

Je nachdem, wann der Fehler bemerkt wurde und wie viel falsches Benzin der Dieselmotor bereits gezogen hat, sind die Folgen breit angesiedelt. Hast Du den Fehler vor Fahrtantritt bemerkt und den Motor nicht gestartet? Wenn Du das falsche Gemisch abpumpen und das Kraftstoffsystem reinigen lässt, kommst Du sehr wahrscheinlich mit einem blauen Auge davon. Ist der Motor aber schon gelaufen, kann es sein, dass Du das gesamte Einspritzsystem (samt Leitungen, Tank und der Pumpe) austauschen lassen musst.

Und wie ist es bei Diesel in einem Benzinmotor?

Diesel ist sehr zündfreudig – deswegen haben Diesel ja auch keine Zünd- sondern nur Glühkerzen. Dieselkraftstoff zündet selber. Befindet er sich fälschlicherweise in einem kontinuierlich fremdgezündeten Benzinmotor, läuft der Motor mit stark klopfender Verbrennung weiter. Das kann zum Totalschaden führen.

Aber generell kommt ein Benziner mit diesem ärgerlichen Missgeschick besser zurecht, als ein Dieselmotor. Natürlich ist das auch davon abhängig, wie viel falscher Diesel im Verhältnis zu Benzin getankt wurde. Wichtig ist, dass Du immer wieder den richtigen Sprit nachtankst, um die Dieselkonzentration immer mehr zu verdünnen. Auch hier empfiehlt sich eine Reinigung des Kraftstoffsystems.

Weitere Gründe, warum Dein Auto nicht mehr anspringt – Vorschau

Puh! Ganz schön viel zu beachten! Aber mithilfe dieser Übersicht kannst Du Dich auf Fehlersuche begeben und herausfinden, warum dein Auto nicht anspringt.
Ist der Grund, warum Dein Auto nicht anspringt, etwa nicht dabei? Dann gibt es hier zum Abschluss noch eine Checkliste weiterer Gründe, warum der Motor nicht starten will:

  • Motorkabelbaum defekt
  • Drosselklappe defekt
  • Probleme mit der Elektrik, etwa durch Feuchtigkeit
  • Luftmengenmesser/Luftmassenmesser defekt
  • Relais defekt
  • Nockenwellenverstellung defekt
  • Nockenwellensensor defekt
  • Kühlmittelsensor defekt
  • Vorglühsteuergerät defekt (gilt natürlich nur für Dieselfahrzeuge)
  • Bremslichtschalter defekt
  • Wegfahrsperre defekt oder noch aktiv
  • Sicherung defekt
  • Stromzufuhr unterbrochen
  • Crashsensor defekt
  • ABS oder ESP Steuergerät defekt
  • Zündkabel defekt
  • Zündverteilerkappe defekt (das gilt für alte Benziner)
  • Zündverteiler kaputt
  • Läufer im Zündverteiler kaputt (das gilt ebenfalls für Autos der älteren Generation)

Du willst zu einem dieser Punkte mehr erfahren? Dann halte Dich bereit: In den nächsten Wochen liefern wir Dir zu vielen dieser Probleme detaillierte Berichte mit umfassendem Autowissen, Profitipps, und praktischen Wechselanleitungen. Du hast noch andere Anregungen und Wünsche? Nur her damit! Hinterlass uns hierfür einfach einen Kommentar!

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