30 Aug 2021 Autowissen
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Feuchtigkeit im Auto – Tipps und Tricks zum Auto-Entfeuchten

Vor allem wenn die Temperaturen im Herbst und Winter sinken, wird sie zum Problem vieler Autofahrer: die Feuchtigkeit im Auto. Wie Du bestimmt weißt, führt sie dazu, dass die Autoscheiben von innen beschlagen. Aber nicht nur das: Weitere Folgen und vor allem die Ursachen für Feuchtigkeit im Pkw, wie Du sie vermeiden kannst – all das und vieles mehr zum Thema findest Du bei uns. Bist Du bereit für hilfreiche Tipps und Tricks? Dann geht’s sofort los!

Feuchtigkeit im Auto – Ursachen

Um Feuchtigkeit im Auto zu bekämpfen und so teilweise schlimme Folgen zu vermeiden, ist es wichtig, dass Du die Ursachen dafür kennst. Autos sind normalerweise so gebaut, dass von außen kein Wasser eindringen kann. Falls das bei Dir aber trotzdem so ist und sich deswegen Feuchtigkeit im Auto bildet, kann Folgendes der Grund dafür sein:

  • Dichtungen sind porös oder sogar völlig kaputt.
  • Die Regenabläufe sind verstopft und das Wasser kann nicht richtig abfließen.
  • Wasser tritt durch größere Roststellen ein und sorgt so für Feuchtigkeit im Auto.
  • Ein verstopfter Innenraumfilter stört die Luftzirkulation in Deinem Wagen und sorgt so für eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Auch Probleme mit der Klimaanlage können für hohe Luftfeuchtigkeit im Pkw sorgen.

Wir haben bereits erwähnt, dass zu viel Feuchtigkeit im Auto teils schlimme Folgen für Dich und Dein Auto haben kann. Welche das sind – das verraten wir Dir jetzt. Also lies’ weiter und erfahre, warum es so wichtig ist, Feuchtigkeit aus dem Auto zu vertreiben!

Folgen von zu viel Feuchtigkeit im Auto

Wenn sich zu viel Feuchtigkeit im Auto sammelt, kann das auch gefährliche Folgen haben. Warum? Das erklären wir Dir sofort:

  • Die Scheiben können von innen beschlagen, sodass Du kaum etwas vor Dir siehst.
    • Bei den niedrigen Temperaturen im Winter können die Scheiben dann sogar von innen gefrieren.
    • Vor allem wenn es jetzt wieder früher dunkel wird und die Sicht sowieso eingeschränkt ist, erhöht sich dadurch das Unfallrisiko.
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Stark eingeschränkte Sicht durch von innen beschlagene Scheiben – ein Anzeichen für Feuchtigkeit im Auto
Übrigens: Viele mögen zwar denken, dass die beschlagenen Scheiben von dem Temperaturunterschied kommen – so ist es aber nicht. Bevor sich Kondenswasser an den Scheiben bildet, ist immer etwas Feuchtigkeit im Auto vorhanden.
  • Zudem kann sich auch ein unangenehmer Geruch im Innenraum Deines Wagens bilden – und zwar durch Schimmel im Auto.
    • Bist Du diesem ständig ausgesetzt und atmest die Spore ein, kann es auch Deiner Gesundheit schaden.
  • Eine nasse Umgebung begünstigt außerdem die Bildung von Rost.
Schon gewusst? Rost schaut nicht nur unschön aus, sondern kann auch Metalle angreifen und zersetzen. Deswegen ist es äußerst wichtig, dass Du den Rost entfernst. Du willst mehr über das Thema erfahren? Klick einfach auf den Link!
  • Zuletzt kann aber auch die Elektrik Deines Autos beschädigt werden. Das kann in der Reparatur dann sehr teuer werden.
    • Durch Kriechstrom (Spannungsbrücken durch Luftfeuchtigkeit) kann auch die Autobatterie ungewöhnlich schnell entleert werden.

Da Du jetzt weißt, welche Folgen Feuchtigkeit im Auto hat, möchtest Du bestimmt auch wissen, wie Du sie vermeiden kannst – oder? Keine Sorge! Das erklären wir Dir sofort. Bist Du bereit? Dann machen wir doch gleich weiter!

Feuchtigkeit im Auto vermeiden: So geht’s!

Damit es gar nicht zu Schäden kommt, solltest Du folgende Maßnahmen ergreifen:

Ansammlung von Wasser im Auto vermeiden

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Eine häufige Ursache für Feuchtigkeit im Auto: durch Laub verstopfte Regenabläufe.
  • Im Herbst ist es wichtig, dass Du das Laub in den Wasserabläufen zwischen Windschutzscheibe und Motorhaube entfernst – das geht ganz einfach mit der Hand.
    • Wenn sich schon sehr viel Laub angesetzt hat, kannst Du auch mit einem Pfeifenreiniger arbeiten – aber niemals mit spitzen oder metallischen Gegenständen!
    • Ansonsten kann es zu Schäden kommen und die Wasserabläufe können das Regenwasser nicht mehr richtig ableiten.
  • Damit die Dichtungen an den Fenstern und Türen nicht porös werden und bei den eisigen Temperaturen im Winter nicht reißen, solltest Du diese pflegen.
    • Dadurch kann das Wasser bei Regen nicht ins Auto eindringen.
    • Sind die Dichtungen schon beschädigt, hilft leider nur noch ein Werkstattbesuch, um sie austauschen zu lassen.
Profi-Tipp: Die Pflege der Dichtungen geht am einfachsten mit einem Gummi-Pflege-Set. Auch die Anwendung ist ganz leicht: Setze den Stift an, pumpe etwas, bis der Schwamm mit der Flüssigkeit getränkt ist – anschließend fährst Du noch einfach alle Gummidichtungen ab – kinderleicht oder?

Für gute Luftzirkulation sorgen

Das A und O gegen Feuchtigkeit im Auto: eine gute Luftzirkulation. Wir erklären Dir jetzt, wie Du dafür sorgst:

  • Damit diese sichergestellt ist, solltest Du regelmäßig den Innenraumfilter wechseln.
    • Ist dieser verstopft, kann die Luft im Innenraum Deines Autos nicht mehr richtig zirkulieren – und das begünstigt Feuchtigkeit im Pkw.
  • Auch im Winter solltest Du die Klimaanlage einschalten – sie entzieht der Luft die Feuchtigkeit.
    • Drehe zusätzlich noch die Heizung auf, denn warme Luft kann Feuchtigkeit nicht so gut halten wie kalte.
    • Aber dieses Vorgehen bringt nur etwas bei Außentemperaturen von mehr als 6 Grad Celsius – und wenn das Auto noch nicht zu feucht ist.
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Um Dein Auto zu entfeuchten, solltest Du die Klimaanlage und Heizung einschalten.
Tipp: Ist Deine Klimaanlage defekt? Woran das liegen kann, erfährst Du in einem anderen Beitrag von uns. Außerdem haben wir für Dich auch Infos zum Klimaservice in petto, damit Deine Klimaanlage möglichst lange läuft.

Keine nassen Gegenstände im Auto lassen

Wenn Du in Deinem Auto nasse Gegenstände hast, geben diese Feuchtigkeit an die Luft ab. Deswegen legen wir Dir folgende Tipps ans Herz:

  • Achte darauf, dass Du keine nassen Sachen wie Kleidung oder Regenschirme im Auto lagerst.
    • Klar, Du kannst Dich nach einem Regenschauer nicht unbedingt ausziehen – aber wenigstens die matschigen Stiefel kannst Du vor dem Einsteigen abklopfen.
  • Im Winter solltest Du außerdem Gummifußmatten verwenden.
    • Diese können sich im Gegensatz zu Stoffmatten nicht mit Wasser vollsaugen und ganz einfach ausgeleert werden, falls sich durch das Schnee-Matsch-Gemisch dort doch etwas Wasser ansammelt.

Falls sich allerdings schon Wasser im Innenraum Deines Autos befindet und sich die ersten Anzeichen (wie etwa beschlagene Scheiben) bemerkbar machen, solltest Du möglichst schnell handeln. Damit Du nicht den Folgen von Feuchtigkeit im Auto ausgesetzt bist, musst Du Dein Auto entfeuchten. Wie das geht? Das erfährst Du von uns – inklusive Profi-Tipps und -Tricks natürlich! Bist Du bereit? Dann geht es sofort weiter!

Auto entfeuchten – Tipps und Tricks

Hat sich inzwischen schon Feuchtigkeit im Auto angesammelt, ist es notwendig, den Wagen zu entfeuchten. Auch das ist gar nicht so schwierig. Alle Tipps und Tricks dazu erfährst Du jetzt von uns:

Akuthilfe bei beschlagenen Scheiben

Wenn Du Dich in Dein Auto setzt und zur Arbeit fahren möchtest, aber die Scheiben beschlagen sind und Deine Sicht eingeschränkt, musst Du diese erstmal wieder frei bekommen. Ansonsten kann es nämlich sehr schnell zu einem Unfall kommen. Hier sind ein paar Tipps, die Dir Abhilfe schaffen:

  • Zuerst machst Du am besten die Fenster auf, um die feuchte Luft aus dem Auto zu bekommen, und schaltest die Klimaanlage an – Du weißt ja bereits, dass sie die Feuchtigkeit aus der Luft entfernt.
    • Sind die Scheiben bereits beschlagen, hilft Dir ein Scheibenschwamm um das Kondenswasser zu entfernen.
  • Auch ein Anti-Beschlag-Spray hilft Dir bei beschlagenen Scheiben.
    • Einfach nach der Reinigung aufsprühen, verteilen und anschließend mit einem Microfasertuch nachpolieren.

Weitere Tipps und Tricks, wie Du Feuchtigkeit im Auto vorerst loswirst, zeigen wir Dir sofort:

Luftentfeuchter für schnelle Hilfe

Das hilft allerdings nicht langfristig. Am besten legst Du Dir einen Luftentfeuchter zu. Sie sorgen nämlich dafür, dass der Luft die Feuchtigkeit entzogen wird.

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Luftentfeuchtung im Auto mithilfe von Luftentfeuchter-Säckchen.
  • Diese gibt es in Form von Säckchen, die mit kleinen Gelkügelchen gefüllt sind.
    • Großer Vorteil: Sie sind wieder verwendbar – einfach auf Heizung legen und trocknen lassen. Außerdem gibt es sie recht günstig in fast jedem Baumarkt.
  • Du findest Luftentfeuchter auch als Schälchen mit Granulat.

Achtung: Die Luftentfeuchter-Schalen darfst Du auf keinen Fall auf der Fahrerseite oder dem Armaturenbrett platzieren! Warum? Weil sie dort beim Fahren stören und sogar zu gefährlichen Wurfgeschossen bei einer starken Bremsung werden können.

  • Alternativ kannst Du auch etwas Katzenstreu in ein Säckchen umfüllen. Das entzieht der Luft ebenfalls Feuchtigkeit.
    • Diese Variante ist allerdings nicht wiederverwendbar: Sobald das Streu einmal vollgesaugt ist, nimmt es keine Feuchtigkeit mehr auf.

Diese Maßnahmen gegen Feuchtigkeit im Auto bekämpfen allerdings nur die Symptome und nicht die Ursache. Um langfristig dafür zu sorgen, dass Du keine Feuchtigkeit im Auto hast, solltest Du also feststellen, woher das Wasser kommt und das Problem beseitigen. Wie Du dabei vorgehst, erklären wir Dir natürlich auch sofort.

Undichte Stellen behandeln

Um herauszufinden, wo das Wasser ins Auto eintritt, kannst Du ganz einfach etwas davon über das Auto schütten – am besten nicht bei Regen. So siehst Du dann, wo sich das Wasser staut.

  • Wenn es an den Wasserabläufen liegt, solltest Du diese gründlich reinigen und anschließend nochmal testen, ob das Wasser nun abgeleitet wird.
  • Sind Roststellen der Auslöser, musst Du den Rost entfernen, damit dort kein Wasser mehr eintritt.
    • Sobald das erledigt ist, kannst Du Deinen Wagen nochmal mit Rostschutz nachbehandeln. So ist er auch in Zukunft vor Rostbildung geschützt.
  • Wir haben Dir bereits verraten, dass ein verstopfter Innenraumfilter die Ursache für Feuchtigkeit im Auto sein kann.
    • Du solltest also den Innenraumfilter wechseln – das ist ganz einfach. Wir haben sogar eine Anleitung für Dich! Klicke dafür einfach auf den vorigen Link.

So – nun weißt Du alles zum Thema „Feuchtigkeit im Auto“. Hast Du denn selbst schon Erfahrung damit gemacht? Welche Tipps haben Dir am meisten damit geholfen? Lass es uns doch gerne in den Kommentaren wissen! Wir sind gespannt auf Deinen Bericht.

Alex von ATP

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