15 Sep 2021 Autowissen
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Schimmel im Auto: Das kannst Du dagegen tun!

Er sorgt nicht nur für einen unangenehmen Geruch in der Nase, sondern ist auch schädlich für Deine Gesundheit: Schimmel im Auto. Woher er kommt und welche Folgen er hat, das erfährst Du in diesem Beitrag. Aber natürlich verraten wir Dir auch, wie Du Schimmelpilze effektiv aus dem Auto vertreibst. Bist Du bereit? Dann lass uns gleich loslegen!

So entsteht Schimmel im Auto

Du solltest wissen, dass sich Schimmel nicht einfach so bildet. Die Schimmelpilze fühlen sich vor allem in feuchten und warmen Umgebungen sehr wohl. Das heißt: Hast Du Feuchtigkeit im Auto, ist der Schimmel gar nicht so weit. Wie genau es zu ersterem Problem kommt, erklären wir Dir in einem separaten Beitrag. Um mehr über das Thema zu erfahren, musst Du nur auf den vorigen Link klicken.

Schimmel im Auto – Folgen

Schimmel sorgt nicht nur für einen unangenehmen Geruch im Innenraum Deines Autos – auch für Deine Gesundheit ist er nicht gut. Bist Du nur kurze Zeit den Schimmelsporen ausgesetzt, ist es an sich nicht schädlich. Bleibt der Schimmel im Auto allerdings unbemerkt, kann das auf Dauer gesundheitsschädliche Folgen für Dich haben. Welche das sind? Das verraten wir Dir:

  • Wie Du vielleicht schon weißt, kann Schimmel allergische Reaktionen auslösen.
  • Gefährlich wird es aber vor allem für Leute, die bereits bestimmte Krankheiten haben.
    • Allergien, Asthma und andere Krankheiten wie Neurodermitis oder auch nur Heuschnupfen erhöhen das Risiko, durch Schimmelpilze zu erkranken.
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Schimmel im Auto kann allergische Reaktionen auslösen.

Dabei kann man eine Erkrankung durch Schimmel an verschiedenen Symptomen erkennen. Auch dazu haben wir interessante Infos für Dich. Lies’ einfach weiter und erfahre, welche Symptome auf eine Erkrankung durch Schimmel hinweisen.

Krankheitssymptome durch Schimmelpilze

Diese Symptome können auftreten, wenn Du längere Zeit Schimmelpilzen ausgesetzt bist:

  • Du kannst es Dir bestimmt schon denken: Allergische Reaktionen wie Atembeschwerden, gerötete Augen und auch Hautausschlag sind zu erwarten.
  • Außerdem deuten Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen auf eine Erkrankung durch Schimmel hin.
  • Auch typische Erkältungssymptome wie Halskratzen, Heiserkeit und Husten können durch Schimmelpilze verursacht werden.
  • Zuletzt können auch Magenbeschwerden und Übelkeit daher kommen.

Wie Du siehst, kann man diese Symptome auch anderen Krankheiten zuschreiben. Deswegen kann eine Erkrankung durch Schimmelpilze auch nicht so einfach festgestellt werden. Bei Verdacht führen Ärzte allerdings einen entsprechenden Test durch. Um die Folgen zu vermeiden, solltest Du Schimmel im Auto möglichst bald entfernen – je länger Du den Sporen ausgesetzt bist, desto wahrscheinlicher erkrankst Du auch daran. Wie Du den Schimmel am besten los wirst, verraten wir Dir als Nächstes!

Schimmel aus dem Auto entfernen: So geht’s!

Ein einfaches Hilfsmittel zur Schimmelentfernung ist natürlich ein Antischimmelmittel. Hier gibt es allerdings einiges zu beachten:

  • Auf Polstern solltest Du kein Mittel benutzen das Chlor oder Kalkverbindungen enthält – das verfärbt nämlich den Stoff.
    • Stattdessen solltest Du auf Antischimmelmittel zurückgreifen, die auf sogenannten quartären Ammoniumverbindungen basieren.
  • Für Kunststoff-Oberflächen eignet sich ein Schimmelmittel auf Alkoholbasis.
  • Falls Du Dir nicht sicher bist, welches Mittel Du in Deinem Fall verwenden solltest, lässt Du Dich am besten im Fachhandel beraten.
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Schimmel vom Autositz entfernen – aber bitte ohne Chlor oder Kalkverbindungen!

Da Du jetzt weißt, welche Mittel Du verwenden solltest, um Schimmel im Auto zu entfernen, machen wir uns doch gleich an die Anwendung. Bist Du bereit? Let’s go!

Anwendung eines Antischimmelmittels im Auto

An sich ist die Anwendung eines Mittels gegen Schimmel recht einfach:

  • Zuerst sprühst Du die mit Schimmel befallene Stelle ein und lässt das Mittel für ein paar Minuten einwirken.
  • Danach entfernst Du das Mittel gründlich mit einem sauberen feuchten Tuch.
  • Vergiss nicht die gesäuberten Stellen wieder zu trocknen.
    • Ansonsten bildet sich gleich wieder Feuchtigkeit und der Kreislauf beginnt von vorne.
Profi-Tipp: Zum Abtrocknen von Kunststoff reicht es meistens aus, mit einem trockenen Tuch darüber zu wischen. Bei Polster wird es schon etwas kniffliger: Am besten geeignet ist hierfür Wärme – diese nimmt nämlich die Feuchtigkeit aus der Luft auf. Nimm Dir also einen Föhn zur Hand, damit die Autositze wieder schnell trocken werden.
  • Wenn es sich bei den betroffenen Stellen nicht gerade um Polster handelt, kannst Du sie auch mit einem Flächendesinfektionsmittel nachbehandeln.
  • Gegebenenfalls musst Du das Ganze wiederholen, um auch tiefsitzenden Schimmel zu entfernen.
  • Zum Schluss kannst Du noch ein Geruchs-Entferner-Spray benutzen, um möglichst schnell unangenehme Gerüche loszuwerden.
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Um den Schimmel im Auto komplett zu entfernen, solltest Du mit Desinfektionsmittel nachhelfen!
Tipp: Wo Du schon dabei bist, Dein Auto zu reinigen, kannst Du auch gleich mit der Fahrzeugaufbereitung anfangen und das komplette Fahrzeug wieder aufpeppen. Beachte hierbei aber, dass das Autowaschen sonntags nicht immer erlaubt ist. Mehr Infos zum jeweiligen Thema bekommst Du mit einem Klick auf den entsprechenden Link.

Schimmel im Auto: Teufelskreis vermeiden

Damit der Teufelskreis nicht wieder von vorne beginnt, ist es sehr wichtig, dass Du auch die Ursache des Schimmels bekämpfst. Finde heraus, wo die Feuchtigkeit im Auto herkommt und behebe das Problem. Ansonsten kommt der Schimmel im Auto nämlich wieder und wieder.

Gut zu wissen: Hat sich der Schimmel in der Klimaanlage festgesetzt und von dort aus im Innenraum Deines Autos verbreitet, ist es schwierig, ihn wieder loszubekommen. Dafür musst Du die Klimaanlage desinfizieren – das ist allerdings eine aufwendige Arbeit. Wie immer gilt: Traust Du Dir das nicht zu 100% zu, solltest Du Dich an eine Fachwerkstatt wenden.

Wir haben Dir jetzt erzählt, wie es zum Schimmel im Auto kommt, wie Du ihn loswirst und auch in Zukunft vermeidest. Jetzt bist Du dran: Hast Du denn schon diese unangenehme Erfahrung gemacht? Wie bist Du dann vorgegangen? Erzähl es uns doch gerne in den Kommentaren – wir sind wie immer gespannt!

Alex von ATP

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