6 Aug 2021 Produktvergleich
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5W-30 oder 5W-40? Darauf kommt es an!

Damit es im Motorraum rundläuft, will der Motor auch ordentlich geschmiert werden. Hierfür spielt das genutzte Motoröl eine zentrale Rolle. Aber welches ist nun das bessere für Deinen Motor? 5W-30 oder 5W-40? In diesem Beitrag erfährst Du, was den Unterschied ausmacht – samt Profi-Tipps und -Tricks natürlich. Finde also heraus, ob Du Deinen Motor eher mit 5W-30 oder 5W-40 schmieren solltest. Los geht’s!

5W-30 vs. 5W-40: Das steckt dahinter!

Jeweils 2 Zahlen und ein Buchstabe in der Mitte. Der einzige Unterschied? Die Zahl hinter dem Buchstaben W. Allerdings hat die eine unterschiedliche Ziffer Auswirkungen, sodass es durchaus einen Unterschied macht, ob Du 5W-30- oder 5W-40-Motoröl kaufst. Was sich hinter dieser Zahlen-Buchstaben-Kombination verbirgt? Das verraten wir Dir jetzt!

5W-30, 5W-40 & Co.: SAE-Klassen verstehen

Ob 0W-20, 10W-40, 5W-30 oder 5W-40 – all diese gängigen Bezeichnungen haben eines gemeinsam: Sie geben die sogenannte SAE-Klasse eines Motoröls an. Was damit gemeint ist? Die Viskosität, sprich die Zähflüssigkeit des Öls. Und was heißt das? Wir wagen mal eine Gegenfrage: Hast Du schon mal eine Flasche Olivenöl im Kofferraum mehrere Stunden lang bei Minustemperaturen liegen lassen? Danach hast Du sicherlich ein trübes, dickflüssiges Gemisch vorgefunden. Und nach ein paar Stunden bei Zimmertemperatur hattest Du dann Dein gewohntes Öl wieder. Schräger Vergleich? Keineswegs! Denn diese Veränderung hat etwas mit der sogenannten Viskosität zu tun:

  • Bei niedrigen Temperaturen wird auch Motoröl zähflüssig.
  • Dabei kannst Du Dir unschwer vorstellen, dass es ab einem gewissen Zähflüssigkeitsgrad keine ordentliche Schmierung mehr leisten kann.
    • In dem Fall ist die Verteilung des Öls gestört.
  • Und da es verschiedene Ölzusammensetzungen gibt, bedarf es auch verschiedener Viskositätsklassen.
  • Somit wird sich ein Motoröl mit 5W-30 oder 5W-40 anders verhalten als ein Motoröl mit 0W-20 oder 10W-40.
Gut zu wissen: Motoröle müssen gewissen Viskositätsklassen entsprechen, die für die gängigen Motoren geeignet sind. Hierfür hat die Society of Automotive Engineers Referenzwerte geschaffen, die sowohl für Getriebe- als auch für Motoröle gelten – die sogenannten SAE-Klassen.

5W-30 vs. 5W-40: Zahlen und Buchstaben interpretieren

Heutzutage dürften Dir solche Bezeichnungen durchaus vertraut sein. Schließlich wird in modernen Pkws sogenannte Mehrbereichsöle (auch „Multigrade“ genannt) verwendet. Diese Öle haben den großen Vorteil, dass sie sowohl für den Sommer als auch für den Winter geeignet sind – und das obwohl der Buchstabe W etwas anderes vermuten lassen könnte:

  • Der Buchstabe W steht für „Winter
    • Und das bedeutet, dass Du ein solches Öl auch im Winter verwenden darfst.
Gut zu wissen: Du fährst einen Oldtimer? Dann bist Du sicherlich mit dem halbjährigen Öl-Wechsel zu Beginn der Sommer- bzw. der Winter-Saison vertraut. Ältere Fahrzeuge verwenden zum Teil noch monograde Öle, die nur für ein begrenztes Temperatur-Spektrum geeignet sind. Somit sollte, je nach Jahreszeit, ein „Sommer-“ oder ein „Winter-„-Öl genutzt werden. Heutzutage sind die meisten Motoröle für den ganzjährigen Einsatz gedacht. Also: Auch wenn der Buchstabe W da steht, kannst Du diese Öle selbstverständlich ebenfalls im Sommer verwenden. Praktisch, oder?
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5w-30 oder 5-40? Auch die Viskosität spielt eine Rolle!

0W-, 5W-, 10W- oder 20W-: Das macht den Unterschied!

Ob in 5W-40 oder 5W-30: Der Zahl (hier 5) vor dem Buchstaben kannst Du ablesen, wie sich die Fließeigenschaft des Öls bei einer Temperatur von -17,8 °C verhält. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto widerstandsfähiger ist das betreffende Öl bei starker Kälte.

  • Ein 5W-Motoröl kann Temperaturen von bis zu -35 Grad aushalten.
  • Bei einem 0W-Motoröl werden auch Temperaturen von -40 °C gemeistert.
  • Hingegen schafft es ein 25W-Öl nur bis -15 °C – das kann hierzulande im Winter durchaus kritisch werden.

Du siehst es: Je nach Umgebung und Wetterverhältnissen wird das eine oder andere Öl im Winter nicht mehr ordentlich schmieren können. Umso wichtiger ist es, das passende Motoröl zu kaufen.

5W-30 oder 5W-40: Dafür steht die hintere Zahl

Die hintere Zahl hat etwas mit den maximalen Temperaturen zu tun, die das Motoröl aushalten kann, ohne seine für die Schmierung so zentrale Fließeigenschaft zu verlieren. Dabei spielt nicht nur die Außentemperatur eine Rolle. In dem Fall muss auch gewährleistet sein, dass von den zum Teil sehr hohen Betriebstemperaturen keinerlei Gefahr ausgeht.

  • Der hinteren Zahl kannst Du entnehmen, wie sich das Öl bei einer Temperatur von 100 °C verhält.
  • Je niedriger die Zahl, desto schneller setzt der Verdünnungsprozess ein.
  • Somit ist ein 5W-40-Öl widerstandsfähiger, wenn es um höhere Temperaturen geht.
Gut zu wissen: Auch hier wagen wir mal den Vergleich: Wenn Du Olivenöl in der Pfanne brätst, wird es ja nicht zähflüssig. Ganz im Gegenteil: Es wird immer dünner. Und genauso verhält es sich mit dem Motoröl: Je höher die Temperatur, desto widerstandsunfähiger und dünnflüssiger wird das Öl.
Auch interessant: Moderne Mehrbereichsöle enthalten weitaus mehr als nur „Motoröl“. Sie sind mit spezifischen Additiven bereichert, die für eine bessere Schmierung sorgen sollen – auch bei relativ hoher Dünnflüssigkeit.
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5w40 oder 5w30? Für eine ordentliche Schmierung solltest Du das richtige Öl wählen!

5W-30 oder 5W-40 – welches Öl ist das bessere für Dich?

Die Antwort ahnst Du schon: Es kommt ganz drauf an. Und worauf? Auf die Hitzebeständigkeit, natürlich! Denn ob 5W-30 oder 5W-40: Die vorderen Eigenschaften sind identisch:

  • Beide Öle sind sowohl für den Winter als für den Sommer geeignet.
  • Außerdem ist die Fließeigenschaft bei einer Temperatur von -17,8 °C ebenfalls die gleiche.

Der einzige Unterschied, den es bei 5W-30 vs. 5W-40 gibt, steckt in der hinteren Angabe. Nun erklären wir Dir, was beide Viskositätsklassen jeweils ausmacht. Let’s go!

5W-30: Eigenschaften

Im Vergleich zur SAE 5W-40 ist 5W-30 von Natur aus dünnflüssiger. Das hat Vor- und Nachteile:

  • Dünnflüssiger fließt leichter durch den Motor – und das heißt:
    • Die Schmierung erfolgt „geschmeidiger“, da der Motor weniger Widerstand leistet.
    • Und das wirkt sich wiederum positiv auf den Kraftstoff-Verbrauch, der dadurch entsprechend sinkt.
  • Dünnflüssiger ist aber nicht unbedingt immer besser:
    • Bei großen Motoren mit erhöhtem Ölverbrauch, ist 5W-30 zu dünnflüssig.
    • Denn in dem Fall wird der Verbrauch noch weiter erhöht.
    • Außerdem kann zu dünnflüssiges Öl nicht mehr so gut schmieren.

5W-40: Eigenschaften

Im Unterschied zur SAE 5W-30 ist 5W-40 deutlich zähflüssiger. Im Klartext:

  • Die stärkere Viskosität geht mit einer größeren Widerstandsfähigkeit höheren Temperaturen gegenüber einher.
    • Das sorgt für einen reibungslosen und sicheren Ablauf – auch bei hohen Betriebstemperaturen.
  • Das wirkt sich wiederum positiv auf den Motor aus, da das Öl seine Zusammensetzung stabiler hält.
    • Das reduziert den Verschleiß der betreffenden Motorteile.
      • Dank der höheren Viskosität ist eine bessere Schmierung gewährleistet.
  • Die Senkung der Dünnflüssigkeit birgt allerdings auch Nachteile:
    • Der dadurch entstehende erhöhte Widerstand im Motor führt zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch.
Tipp: Du bist Dir unsicher, welches Motoröl (5W-40 oder 5W-30) das richtige für Dein Auto ist? Dann schau am besten direkt nach! Die Angaben hierzu findest Du in der Bedienungsanleitung Deines Fahrzeugs (im Service-Heft). Alternativ kannst Du auch den Öl-Finder von Castrol nutzen. Vor dem Öl-Wechsel solltest Du unbedingt noch gegenchecken, ob das gekaufte Motoröl den Herstellerangaben entspricht.

Welches Öl ist besser: 5W-30 oder 5W-40?

Auf den Punkt gebracht: Ob 5W-30 oder 5W-40 – das hängt von mehreren Faktoren ab. Dabei spielen insbesondere die Herstellerangaben Deines Fahrzeugs eine zentrale Rolle. Richte Dich somit immer nach den Herstellerangaben – ansonsten läufst Du Gefahr, Deinem Motor größere Schäden zuzufügen. Schlimmstenfalls kann eine fehlerhafte Schmierung sogar zum kompletten Motorschaden führen.

Profi-Tipp: 5W-40 statt 5W-30 – geht das? Ja, aber bitte nur so rum! Denn SAE 5W-40 ist zähflüssiger als 5W-30 und betriebssicherer, da hohen Temperaturen gegenüber widerstandsfähiger. Allerdings wäre die Variante 5W-30 statt 5W-40 nicht ungefährlich: Denn in dem Fall kann es sein, dass das „schwächere“ Öl für die in Deinem Motorraum herrschenden Betriebstemperaturen nicht geeignet ist.

So, genug erzählt. Nun bist Du aber dran: Was verwendest Du für ein Motoröl? 5W-30 oder 5W-40? Hast Du schon mal aus Versehen das falsche Öl verwendet? Oder hast Du bereits Erfahrungen mit beiden Varianten gesammelt? Wir sind sehr gespannt auf Deinen Kommentar!

Chris von ATP

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