Querlenker-ABC Teil 1: Aufbau, Aufgaben und Aluminium

Bestimmt hast du dich schon öfter gefragt, wie eigentlich so ein Auto funktioniert. Wer sind diese schlauen Köpfe, die sich all diese ausgeklügelten Erfindungen ausgedacht haben? In unserem kleinen ABC wollen wir Abhilfe schaffen und widmen uns gleich einem spannenden Thema: der Lenkung. Was ist eigentlich ein Querlenker? Für was braucht man einen Querlenker? Und wie ist der Querlenker-Aufbau? All das und noch mehr, erfährst du jetzt. Also, los geht’s:

Lenker sind die Streben, die als Bestandteil des Fahrgestells die Räder horizontal festhalten. Man kann je nach Aufbau drei verschiedene Arten unterscheiden: Schräglenker, Längslenker und Querlenker.

Der Querlenker ist Bestandteil der Radaufhängung bei zweiachsigen Fahrzeugen. Der Querlenker ist über einen Gelenkarm mit Radträger und Karosserie verbunden und ist – Überraschung! – quer zur Fahrtrichtung eingebaut. Es gibt Querlenker für Vorder- und Hinterachse, einteilige oder mehrteilige, und je nach Einbaulage obere oder untere. Bei den meisten Autos sind Querlenker nur an der Vorderachse verbaut.

Der Aufbau des Querlenkers

Wie du unten sehen kannst, gibt es natürlich eine Vielzahl von verschiedenen Querlenkern, da sie in Form und Größe individuell an das Fahrzeug angepasst werden müssen. Es unterscheidet sich ja auch jedes Automodell vom anderen. Trotzdem ist der Aufbau der Querlenker meist ähnlich. Er wird durch ein Verbundlager – das ist meistens aus Gummi oder Metall – mit der Karosserie verbunden. Der Querlenker ist so gelagert und fixiert, dass er die vertikalen Federbewegungen des Stoßdämpfers mit ausführen kann. Außerdem bewegt er sich um eine Rotationsachse, die in Fahrtrichtung verläuft. Am äußeren Ende befindet sich das Traggelenk. Darüber ist der Querlenker mit der Radnabe verbunden. Auch dieses Gelenk ist beweglich gelagert und erlaubt die Lenkbewegungen der Radnabe. Um den Lenkradius zu verkleinern, werden zwei oder mehr Querlenker gemeinsam eingebaut. Damit die Querlenker während der Fahrt noch stabiler fixiert sind und damit für mehr Sicherheit sorgen, sind sie axial miteinander verbunden. Das heißt also, der linke und der rechte Querlenker sind durch eine Stabilisatorstange miteinander verknüpft. Querlenker für die Hinterachse – wenn vorhanden – arbeiten prinzipiell ähnlich. Hinten entfällt dabei natürlich die Lenkfunktion, denn du lenkst nur mit deinen Vorderrädern.

Im folgenden Bild kannst du Beispiele sehen, wie nagelneue Querlenker von unterschiedlichen Fahrzeugen aussehen können:

Die Aufgaben des Querlenkers

Die wichtigste Aufgabe des Querlenkers ist die Aufnahme der horizontalen Kräfte, die beim Brems- und Beschleunigungsvorgang aufkommen. Seine Funktion unterscheidet sich dabei abhängig davon, ob das Fahrzeug Heck- oder Frontantrieb hat. Zusätzlich dazu ist er die bewegliche Verbindung zwischen Rad und Karosserie. Oder einfacher gesagt: der Querlenker sorgt dafür, dass du in verschiedene Richtungen fahren kannst und dabei nicht von der Spur abkommst.

 Das Material des Querlenkers

Woraus bestehen also diese wichtigen Bauteile? Die modernen Querlenker bestehen meistens aus einem super praktischen Baustoff, nämlich Aluminium. Warum das so praktisch ist, hat zwei ganz einfache Gründe. Einerseits ist Aluminium rostunempfindlich. Dein Auto kann also lange im Freien stehen, ohne dass dir die Querlenker unter den Rädern wegrosten. Andererseits ist Aluminium eines der leichtesten Metalle, die es gibt. Das macht das Auto leichter und damit auch günstiger. Es gibt aber auch Querlenker, die aus massiven Stahlblech bestehen. In der Regel werden Querlenker schwarz lackiert. Wer es schick findet, bekommt aber auch Querlenker, die in den verschiedensten Farben lackiert sind.

Im nächsten Beitrag geht es in die zweite Runde unseres Querlenker-ABCs. Dann erfährst du, warum Querlenker ein Verschleißteil sind und welchen Strapazen sie ausgesetzt sind. Außerdem zeigen wir dir, wie du die Querlenkerbuchsen wechseln kannst. Bis dahin: gut gelenkte Fahrt!



Aktuelle Kommentare

  1. Richard Lakon sagt:

    sehr sehr interessant. Wobei das Ganze Thema rund um Auto natürlich sehr tiefgründig ist. Aber echt immer wieder schön was neues mitzunehmen:)

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