18 Okt 2021 Autowissen
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Wintercheck und Herbstcheck in einem: so geht’s

Du hast es bereits in der Fahrschule gelernt: Autofahren bei Schnee kann gefährlich werden. Mit einem Wintercheck kannst Du Gefahren vorbeugen. Wir erklären Dir, was Du beim Wintercheck für Dein Auto beachten musst – inklusive Tipps und Tricks zum Fahren bei Schnee und Glatteis. Bist Du bereit? – Los geht’s!

Vor dem Wintercheck fürs Auto kommt der Herbstcheck

Bevor im Winter der Schneefall beginnt, fällt erst einmal das Laub von den Bäumen. Dadurch wird nicht nur die Fahrbahn rutschig – es drohen auch noch andere Gefährdungen im Herbst:

Laub & Regenabläufe auf der Herbstcheckliste nicht vergessen!

  • Laub kann auf die Windschutzscheibe fallen und Deine Sicht blockieren.
  • Außerdem kann es auch die Regenabläufe Deines Autos verstopfen.
    • Warum das so schlimm ist? Darum: das Wasser kann nicht richtig ablaufen und in das Innere des Wagens laufen.
    • Das führt dann wiederum zu Feuchtigkeit im Auto. Mehr zu diesem Thema erfährst Du in einem unserer anderen Beiträge – klicke dafür einfach auf den Link!

Herbstcheck: beachte die Sicht- und Wetterverhältnisse

Aber nicht nur Laub macht uns Autofahrern im Herbst zu schaffen. Auch die eingeschränkte Sicht und veränderte Wetterverhältnisse können problematisch werden:

  • Des Weiteren regnet es bekanntermaßen häufiger im Herbst. Dadurch kommt es auch öfter zu Aquaplaning.
    • Was das genau ist und worauf Du dabei achten musst – das erfährst Du mit nur einem Klick.
  • Was noch häufiger im Herbst auftritt, ist der Nebel. Durch ihn ist Deine Sicht oft stark eingeschränkt.
    • Aber keine Sorge – dafür gibt es ja die Nebelscheinwerfer.
Gut zu wissen: Du darfst die Nebelleuchten nicht einfach so einschalten. Wie Du die Nebelschlussleuchte und Nebelscheinwerfer richtig einsetzt – auch dazu haben wir hilfreiche Infos für Dich in petto. Klicke einfach auf vorigen Link, um mehr darüber zu erfahren!

Wintercheck: Auto winterfest machen

Nicht nur der Frühjahrscheck oder der Urlaubscheck sind wichtig, wenn es darum geht Dein Auto fit zu machen – einmal im Jahr steht auch der Wintercheck für Dein Auto an.

Damit Du sicher durch die kalte Jahreszeit kommst, solltest Du Dein Auto durchchecken (lassen). Worauf es hierbei ankommt, haben wir für Dich zusammengefasst:

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Beim Wintercheck fürs Auto gibt es vieles zu beachten.

Wintercheck: Sehen und gesehen werden – Scheibenwischer und Scheinwerfer

Schnee, Salz und Matsch – im Winter wird Dein Auto besonders schnell dreckig. Damit Du trotzdem noch den Durchblick behältst, solltest Du Folgendes prüfen:

  • Sind die Scheibenwischer abgenutzt?
  • Ist genügend Wischwasser eingefüllt?
    • Falls nein, solltest Du es so schnell wie möglich auffüllen.
    • Achte hierbei darauf, dass es Scheibenfrostschutz ist.
    • Sonst entsteht ganz schnell Eis auf der Windschutzscheibe und Du siehst nichts mehr.
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Für den Wintercheck ist es essenziell: Das Frostschutzmittel

Vor allem im Winter, wenn die Tage wieder kürzer werden und es generell sehr dunkel ist – dann sind die Scheinwerfer wichtig:

  • Funktionieren alle Lichter?
    • Wenn nicht – checke, ob die Glühlämpchen noch intakt sind und besorge Dir gegebenenfalls neue Glühlampen.
  • Sind die Scheinwerfer richtig eingestellt?
    • Damit Du im Dunkeln mehr siehst und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht blendest, müssen Deine Scheinwerfer richtig eingestellt sein.
Übrigens: Eine gute Beleuchtung im Dunkeln sorgt nicht nur dafür, dass Du besser siehst – Du wirst auch von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern besser erkannt! Wir empfehlen Dir, im Herbst und Winter auch untertags die Lichter während dem Fahren anzuschalten.

Aber nicht nur eine klare Sicht ist wichtig beim Autofahren im Winter – Dein Auto muss erstmal starten! Deswegen widmen wir uns als Nächstes der Batterie: Lies’ weiter und erfahre mehr!

Der Erzfeind der Batterie: die Kälte

Ohne Batterie geht nichts – das Auto springt nicht an, Lichter, Radio und Co. gehen nicht. Vor allem die Heizung ist im Winter wichtig – und auch dafür ist die Batterie vonnöten.

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Beachte beim Wintercheck: Kälte schadet der Autobatterie!

Damit Deinem Auto also nicht die Kraft ausgeht, solltest Du Deine Batterie überprüfen – hier ist die Checkliste:

  • Überprüfe den Wasserstand
    • Durch die hohen Temperaturen im Sommer kann es dazu kommen, dass das destillierte Wasser aus den Batteriezellen verdunstet.
    • Dann sind die Bleiplatten der Batterie nicht vollständig bedeckt – so kann Deine Autobatterie nicht die volle Leistung liefern.
Gut zu wissen: Weil im Winter mehr Verbraucher laufen, wie Licht, Heizung und Lüftung, dauert es länger, bis die Batterie von der Lichtmaschine aufgeladen wird. Auch durch kaltes Öl im Motor benötigt die Autobatterie etwas mehr Power, um den Widerstand zu überwinden.
  • Polklemmen säubern
    • Damit die Leitfähigkeit der Batterie erhöht wird, säuberst Du am besten die Polklemmen.
    • Anschließend schmierst Du sie noch mit Polfett ein.
  • Falls all das nicht hilft: Neue Autobatterie einbauen
Tipp: Neue Autobatterien halten durchschnittlich 5 bis 6 Jahre durch. Und wenn die Batterie bereits früher schlappmacht: Das liegt meistens an Kurzstrecken, weil die Lichtmaschine dadurch die Batterie nicht richtig aufladen kann.
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Die Batterie hat durch die Kälte den Geist aufgegeben? Dann solltest Du sie schleunigst austauschen.

Und wo Du schon dabei bist, einen Blick unter die Motorhaube zu werfen, solltest Du Dich auch gleich dem Öl widmen:

Ölstand beim Wintercheck fürs Auto beachten

Es gehört bei jedem Check dazu (also auch zum Wintercheck fürs Auto): den Ölstand prüfen – wir erklären Dir, worauf Du achten musst:

  • Der Motor sollte bereits warmgelaufen sein.
    • So sammelt sich das Öl gut in der Ölwanne.
  • Stelle sicher, dass das Auto auf ebener Fläche steht.
    • Ansonsten wird das Ergebnis beim Messen verfälscht.
  • Du solltest immer bei abgestelltem Motor den Ölstand prüfen!
Übrigens: Neuere Autos haben im Bordcomputer eine Funktion zum Messen des Ölstands eingebaut – da geht es auf Knopfdruck.

Must-have im Wintercheck: Auto vor Frost schützen

Im Winter wird’s kalt, aber nicht nur Du frierst bei den niedrigen Temperaturen – Deinem Auto geht es genauso. Und genau deswegen brauchst Du den Frostschutz!

Dass für Deine Scheibenwischer und Scheiben ein Scheibenfrostschutz nötig ist, weißt Du bereits – aber damit tust Du auch der Kühlanlage etwas Gutes:

  • Prüfe, ob genügend Kühlmittel im Frostschutz enthalten ist.
    • Überprüfe das immer bei kaltem Motor und ausreichendem Füllstand (zwischen „min“ und „max“ des Kühlmittelbehälters).
    • Am einfachsten geht es mit einem Frostschutzprüfer – an der Skala lässt sich ablesen, bis zu welcher Temperatur der Frostschutz ausreicht.
  • Eventuell musst Du das Kühlwasser auffüllen:
    • Achte vorher unbedingt darauf, dass das Mittel auch für Dein Auto geeignet ist.
    • Unterschiedliche Frostschutzmittel dürfen teilweise auch nicht vermischt werden – gehe deshalb auf Nummer sicher und verwende immer dasselbe.

So viel zum Thema Frostschutz – aber das Gefährlichste im Winter ist und bleibt wahrscheinlich die glatte Fahrbahn. Dabei sind vor allem die Reifen wichtig – Worauf Du beim Reifencheck für den Winter achten musst, erklären wir Dir jetzt!

Gut zu wissen: Auch Deine Türdichtungen sind nicht vor Frost geschützt. Wenn diese einfrieren, werden sie porös und gehen kaputt. Das wiederum führt zu Feuchtigkeit im Auto. Mit einem Klick auf den Link erfährst Du unter anderem, wie Du die Dichtungen Deines Autos pflegen kannst (u. v. m.).

Wintercheck: Autoreifen nicht vergessen!

Um nicht so leicht ins Schleudern zu geraten, helfen Dir die richtigen Reifen. Auch hierbei gibt es einiges zu beachten – wir haben es für Dich aufgelistet:

  • Ziehe die Winterreifen frühzeitig auf
    • Es gibt keinen festgelegten Zeitraum, wann Du zum Reifenwechsel musst.
    • Dafür gibt es folgende Faustregel: Winterreifen sollten von Oktober bis Ostern (O bis O) genutzt werden.
    • Wie immer gilt: Safety first – bei den ersten Anzeichen von Kälte und Frost solltest Du schon Deine Reifen wechseln.
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Glätte durch Schnee und Eis: Eine große Gefahr mit den falschen Reifen.
Achtung: Wenn Du bei Glätte, Eis oder Schnee mit Sommerreifen erwischt wirst, musst Du mit Strafen (Bußgeld bis zu 120 € und 1 Punkt in Flensburg) rechnen. Außerdem stellst Du so auch eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.
  • Überprüfe den Reifendruck.
    • Der Reifendruck darf nicht zu niedrig sein – aber auch nicht zu hoch.
    • Abchecken kannst Du den Reifendruck an so ziemlich jeder Tankstelle – oder auch ganz einfach selbst mit einem Reifendruckprüfer.
Profi-Tipp: Bei Winterreifen sollte der Reifendruck ca. 1/10 höher sein als bei Sommerreifen. Das liegt an der kalten Luft: Im Sommer dehnt sich die Luft in den Reifen etwas aus, aber im Winter ist das durch die Kälte nicht möglich – Deshalb wäre der Druck nicht ausreichend.

Wintercheck: Zustand der Reifen beachten

Neben den richtigen Reifen und dem passenden Reifendruck, ist auch der Zustand Deiner Reifen wichtig für Deine Sicherheit. Deswegen solltest Du beim Wintercheck fürs Auto folgende Punkte beachten:

  • Achte auf die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe.
    • Gesetzlich vorgeschrieben ist bei Winterreifen eine Mindestprofiltiefe am ganzen Reifenumfang von 1,6 mm.
    • Es werden allerdings mindestens 4 mm empfohlen.
    • Wenn Deine Reifen weniger Profil haben, erhöht sich das Schleuder-Risiko.
    • Messen kannst Du das Reifenprofil mit einem Reifenprofilmesser.
Wichtig: Auch hier drohen Dir wieder Strafen. Wenn Du mit zu wenig Reifenprofiltiefe erwischt wirst, musst Du mit einem Bußgeld von bis zu 90 € rechnen – des Weiteren gibt es dafür noch 1 Punkt in Flensburg. Allein deswegen lohnt es sich schon, regelmäßig den Reifenverschleiß zu überprüfen.
  • Auch das Alter der Reifen spielt eine Rolle für Deine Sicherheit im Winter.
    • Mit der Zeit wird das Gummi hart und porös – dadurch verschlechtert sich die Haftung Deiner Reifen.
    • Reifen sollten deshalb nach spätestens 8 Jahren ersetzt werden.
Wusstest Du schon? Laut Statista gab es 2019 allein 4.051 Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden, die durch Schnee und Glatteis verursacht wurden.
Autofahren_bei_Schnee
Autofahren bei Schnee und Eis kann schnell gefährlich werden.

Eine kurze Zusammenfassung unseres Winterchecks und weitere Profi-Tipps findest Du in folgendem Video. Schau doch mal rein:

Damit Du nicht in solche Unfälle verwickelt wirst, reicht es leider nicht, nur Dein Auto fit für den Winter zu machen. Wenn Du bei Schneefall und Glätte unterwegs bist, gibt es einiges zu beachten – Lies’ weiter und erfahre, was das ist!

Vorher noch eine Kleinigkeit: Damit Du alles zum Wintercheck am Auto auf einen Blick parat hast, haben wir etwas für Dich vorbereitet – eine Checkliste zum Runterladen und Ausdrucken:

Wintercheck: Auto vor Fahrtantritt vorbereiten

Zwischen Autocheck und Autofahren bei Schnee gibt es noch einige wichtige Schritte zu erledigen.

So hilfreich saubere Scheiben und funktionierende Wischer auch sind – wenn Dein Auto vor Fahrtantritt mit Schnee bedeckt ist und die Scheiben vereist, solltest Du nicht losfahren.

Auto_schneefrei
Dein Auto sieht so aus? Bevor Du losfährst, solltest Du Dein Auto schneefrei bekommen.

Auto von Schnee befreien

Zu allererst solltest Du Dein Auto komplett von Schnee befreien (am besten mit einem Schneebesen) – was hierbei wichtig ist, erklären wir Dir:

  • Auch vom Dach muss der Schnee entfernt werden!
    • Ansonsten kann es sein, dass durch den Fahrtwind der Schnee runterfällt und Deinen Hintermann erwischt.
    • Gefährlich ist hierbei vor allem festgefrorener Schnee – dadurch können Eisplatten entstehen, die im schlimmsten Fall auch Verkehrsteilnehmer hinter Dir verletzen können.
  • Wenn auch an den Außenspiegeln Schnee ist – Weg damit!
    • Immerhin brauchst Du die Spiegel, um den Verkehr im Auge zu behalten.
    • Vor allem beim Spurwechsel sind sie wichtig – und dieser ist im Winter sowieso gefährlicher als sonst.
  • Motorhaube und Leuchten müssen vom Schnee befreit werden.
    • Der aufwirbelnde Schnee kann nämlich Deine Sicht einschränken
    • Und eins ist klar: Sind die Scheinwerfer mit Schnee bedeckt, wird es schwer im Dunkeln oder auch bei starkem Schneefall etwas zu sehen.
  • Dein Autokennzeichen muss auch immer lesbar sein
    • Befreie es deshalb von Schmutz und Schnee bevor Du losfährst.
Tipp: Wenn Du Dein Auto nicht vollständig vom Schnee befreist, musst Du mit einem Bußgeld von 25 € rechnen.

Nicht nur Schnee wird im Winter problematisch, sondern vor allem auch das Eis ist lästig. Wenn Du wissen willst, wie Du beim nervigen Eiskratzen Zeit sparen kannst, musst Du einfach weiterlesen – im nächsten Abschnitt haben wir praktische Tipps für Dich, damit Du mit wenig Aufwand Deine Autoscheiben vom Eis befreien kannst.

Tipps zum Auto-Enteisen

Wenn sich bei Minusgraden Eis auf den Scheiben und Spiegeln Deines Autos bildet, musst Du dieses entfernen.

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Das Auto-Freikratzen ist mit ein paar Tricks überhaupt kein Problem.

Wir haben für Dich einige Tipps und Tricks zusammengestellt, um das Ganze einfacher zu gestalten:

  • Zum Eis-Entfernen solltest Du den richtigen Eisschaber verwenden.
    • Ein guter Eiskratzer besteht aus stabilem Kunststoff – damit vermeidest Du Kratzer in Deiner Scheibe.
    • Außerdem sollte der Eisschaber auf einer Seite eine „Sägezahnkante“ haben, um dicke Eisschichten aufzurauen.
    • Die andere Seite ist glatt, damit Du dünne Eisschichten wegschieben kannst.
  • Du kannst Dir das Kratzen auch mit einem Scheibenenteiser einfacher gestalten
    • Achte hier darauf, dass der Entfroster weder Gummi noch Lack angreift.
    • Je höher der Alkoholanteil im Enteiser, desto höher ist auch die Auftau-Wirkung.
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Mit einem Scheibenenteiser lässt sich kinderleicht das Auto entseisen.
Wichtig: Benutze niemals heißes Wasser, um Eis auf gefrorenen Scheiben abzutauen! Durch den hohen Temperaturunterschied, steht die Scheibe dann auf Spannung und kann sogar zerspringen!

Profi-Tipp: Wenn Du keine Garage hast, um Dein Auto vor Kälte und Frost zu schützen, hilft eine Frostschutzdecke:

  • Der Scheibenschutz wird einfach auf die Windschutzscheibe gelegt und in die beiden Vordertüren eingeklemmt, damit nichts verrutscht.
  • Das verhindert, dass sich Eis an der Scheibe bildet.
Tipp: Es kann auch helfen, beim Abstellen des Autos die Scheibenwaschanlage nochmals zu betätigen! Eine saubere Scheibe friert nicht so schnell ein wie eine dreckige. Positiver Nebeneffekt: Du schonst Dein Auto dabei auch, falls Du trotzdem kratzen musst – Schmutz wirkt nämlich wie Schmirgelpapier beim Eiskratzen.

Da Du jetzt weißt, was Du noch vor Fahrtantritt erledigen musst, können wir jetzt mit dem Autofahren selbst weitermachen – Lies’ weiter und erfahre, wie Du Dich am besten bei Schnee und Glatteis auf der Straße verhältst!

Sicher durch den Winter: Autofahren bei Schnee und Glatteis

Nachdem Du mit dem Wintercheck fürs Auto fertig bist und Dein Fahrzeug bereit für die Kälte und Glätte ist, solltest Du Dich selbst darauf vorbereiten. Wir zeigen Dir nun, worauf es dabei ankommt:

Große Gefahren im Winter: Schnee und Eis

Manche denken vielleicht, das Gefährliche am Winter sei nur das Glatteis – aber so ist es nicht:

  • Durch den Schneefall kann Deine Sicht stark eingeschränkt
  • Bei Sonnenschein kannst Du sogar geblendet werden – dadurch ist die Unfallgefahr ebenfalls erhöht.
  • Auch bei schneebedeckter Straße wird der Bremsweg länger, weil die Reifen nicht so viel Haftung zum Straßenbelag haben.
    • Besonders bei einer Gefahrenbremsung wird das gefährlich und birgt ein hohes Unfallrisiko.
Fahren_bei_schnee
Fahren bei Schnee und Eis: Das richtige Verhalten verhindert Autounfälle.

Damit Dir trotz den frostigen Umständen nichts passiert, liefern wir Dir einige Tipps und Tricks zum Fahren bei Schnee und Glatteis:

Autofahren im Winter: Schleudern vermeiden

  • Durch leichtes und gefühlvolles Bremsen vermeidest Du ins Schleudern zu geraten.
    • Auch ein ABS (Anti-Blockier-System) hilft Dir dabei, die Kontrolle über Dein Auto zu behalten.
Tipp: Wenn Du mit einem ABS noch nicht so erfahren bist, solltest Du Dich auf einem ungenutzten Parkplatz (oder Ähnlichem) erstmal mit dem System vertraut machen.
  • Wenn beim Beschleunigen die Räder nicht mehr greifen – unbedingt vom Gas gehen!
    • Neuere Autos haben einen Schleuderschutz – das ESP – eingebaut.
    • Dadurch werden die Reifen, die durchdrehen automatisch abgebremst.
    • Wenn es aktiviert wird, geht eine gelbe Warnleuchte an.
  • Bei glatten Straßen durch Schnee und Eis kann selbst die kleinste Steigung zum Hindernis werden.
    • Vor allem bei extrem viel Schnee können Dir Schneeketten sehr gut helfen.
    • Dadurch erhöht sich der Grip Deiner Reifen und sie drehen nicht so schnell durch.
Schneekette
Schneeketten vereinfachen das Fahren bei schneebedeckten Straßen.

Richtiges Verhalten, wenn Dein Auto ins Schleudern gerät

  • Wenn es trotz den Vorkehrungen dazu kommt, dass Dein Auto ins Schleudern gerät – bitte Ruhe bewahren und Folgendes beachten:
    • Gehe vom Gas runter und trete die Kupplung durch (dasselbe gilt auch für den Fall von Aquaplaning).
    • Du solltest langsam bremsen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren.
    • Achte darauf, nur sanfte Lenkbewegungen zu tätigen.
    • Ansonsten verlierst Du sehr schnell die Kontrolle über Deinen Wagen.
  • Wenn das Auto gar nicht mehr reagiert, hilft meistens nur noch eine Vollbremsung.
    • Aber hier ist besondere Vorsicht geboten: Diese Notlösung ist auf starkbefahrenen Straßen sehr gefährlich.
Gut zu wissen: Bei schwankenden Temperaturen um den Gefrierpunkt können sich die Straßeneigenschaften schlagartig ändern. Dann besteht auch die Gefahr von Blitzeis – und dann gilt besondere Vorsicht: Die Straße ist komplett mit Eis bezogen und die Reifen haben quasi gar keine Haftung mehr.

Nun haben wir Dir sehr viel über den Wintercheck fürs Auto und das Fahren bei Schnee und Glatteis erzählt – jetzt bist Du dran! Wie ist es für Dich, im Winter zu fahren? Hast Du keine Probleme mit dem Schnee oder steigst Du gar nicht erst ins Auto, wenn die ersten Flocken fallen? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!

Alex von ATP

BELIEBTE BEITRÄGE

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Aktuelle Kommentare

  1. Gut zu wissen, dass Winterreifen von Oktober bis Ostern (O bis O) genutzt werden sollten. Mein Neffe wusste bislang nicht, für welchen Zeitraum genau sein Auto mit Winterreifen ausgestattet werden soll. Er weiß nun, dass er von Oktober bis Ostern mit Winterreifen fahren soll.

    1. Guten Morgen Thomas 🙂
      Bitte entschuldige die späte Antwort. Es freut mich, dass wir Dir und Deinem Neffen mit unserem Beitrag helfen konnten! Bei der O-bis-O-Regel solltet ihr aber beachten, dass es auch nach Ostern oder auch vor Oktober zu Frost kommen kann. Da muss das Auto schon mit Winterreifen ausgestattet sein – also am besten immer die Wettervorhersage im Blick behalten. So stehst Du dann auf der sicheren Seite.
      Schöne Grüße
      Alex von ATP