Reifen wechseln – So geht’s!

Fürs sichere Fahren zu allen Jahreszeiten ist es ein absolutes Muss –Reifen wechseln. Es ist eine der Wartungs- und Reparaturarbeiten am Auto, die Du ganz leicht selber übernehmen kannst. Und nebenbei kannst Du beim heimischen Reifen wechseln bares Geld sparen. Worauf Du dabei achten musst, wie es geht – sowie viele weitere Tipps und Infos gibt es hier. Also, ran ans Radkreuz!

Inhalt

    1. Reifen wechseln – Darum ist es wichtig
    2. Reifen selber wechseln – Das sind die Vorteile
    3. Reifen wechseln in der Werkstatt – Das kostet der Service
    4. Werkzeug für den Reifenwechsel – Das brauchst Du
    5. Reifen wechseln – Schritt-für-Schritt-Anleitung
    6. Nach dem Reifen wechseln kommt die Pflege
    7. Reifen wechseln – Unser Fazit

 

Reifen wechseln – Darum ist es wichtig

Deine Reifen sind die einzige Verbindung zwischen Deinem Auto und der Straße. Gute Reifen sorgen für:

  • mehr Fahrkomfort
  • optimiertes Brems- und Beschleunigungsverhalten
  • gute Kurvenlage
  • geringeren Kraftstoffverbrauch
  • und verbesserte Sicherheit.

Damit Deine Reifen diese Höchstleistungen vollbringen können, müssen sie

  • von guter Qualität sein und
  • ordentlich gewartet werden.

Aber auch die beste Pflege und hochwertigste Marke bringen nichts, wenn Du die Reifen nicht regelmäßig wechselst. Das bedeutet:

  • Reifen wechseln nach Sommer- und Wintersaison

und

  • Reifentausch aufgrund von Alter und Zustand der Reifen.

Reifen selber wechseln – Das sind die Vorteile

Mit ein bisschen Muskelkraft und dem richtigen Werkzeug kannst Du Deine Reifen ganz einfach selber wechseln. Die Vorteile von Do-it-yourself liegen auf der Hand:

  • Du sparst viel Geld – gerade, wenn es an den Reifenwechsel bei mehreren Fahrzeugen geht!
  • Und Du sparst Zeit. Denn beim Reifentausch gibt es starke saisonale Stoßzeiten. Da kann es passieren, dass Du bei einer Werkstatt mehrere Wochen auf einen Termin warten musst.

Tauschst Du die Reifen einfach selber, bist Du zeitlich flexibel und kannst Deine Reifen wechseln, wann es Dir passt.

Reifen wechseln in der Werkstatt – Das kostet der Service

Bist Du neugierig, was Du beim heimischen Radkreuzschwingen gespart hast? Wir haben hier für Dich eine Übersicht der Kosten eines Reifenwechsels für drei gängige Rad-Arten aufgelistet.

Die Kosten werden natürlich auch von weiteren Faktoren beeinflusst – wie etwa:

  • Werkstattwahl
    • Vertragswerkstatt?
    • Freie Werkstatt?
  • Serviceumfang
    • Mit Auswuchten?
    • Mit Einlagerung der alten Reifen?
    • Einfacher Radwechsel oder Bereifung neuer Felgen?
  • Reifenart
    • Runflat-Reifen?
    • Reifen mit Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS)?
  • Reifengröße

Gut zu wissen: Nicht bei jedem Reifenwechsel ist ein Auswuchten nötig. Bei folgenden Symptomen solltest Du aber zur Werkstatt und Deine Reifen kontrollieren lassen.

  • Dein Lenkrad flattert bei höheren Geschwindigkeiten.
  • Deine Reifen zeigen ungleichmäßige Abnutzung.

Wenn die Werkstatt eine Unwucht feststellt, kannst Du das gegen kleines Geld korrigieren lassen. Auswuchten ist übrigens eine Sache, die man nur bei einer Werkstatt machen lassen sollte.

Werkzeug für den Reifenwechsel – Das brauchst Du

Bei so vielen Vorteilen möchte man gleich loslegen mit dem Reifenwechsel. Wenn Du Dir das Werkzeug zurechtgelegt hast und die neuen Reifen da sind, kann es auch schon losgehen.

Du brauchst:

 

Tipp: Wechselst Du nicht nur die Reifen, sondern auch die Reifen beim Auto Deines Partners, Kindes, der Eltern? Dann lohnt sich definitiv die Anschaffung eines Schlagschraubers.

 

Reifen wechseln – Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

Tipp: Löse die Radmuttern und Bolzen ein Stück weit, bevor Du den Wagen aufbockst.

 

Schritt 1: Den alten Reifen abmontieren

  1. Sobald Du die Schrauben gelockert hast, kannst Du das Fahrzeug auf Montagehöhe anheben.

 

Tipp: Sicherheit geht vor! Sichere deswegen den angehobenen Wagen immer noch mit Unterstellböcken, bevor Du mit der Arbeit loslegst!

 

  1. Löse die Muttern und Bolzen nun komplett und montiere das Rad ab.

Schritt 2: Radnabe reinigen und Bremsen checken

  1. Vor der Montage des neuen Rades empfiehlt es sich, die Radauflageflächen zu reinigen und die Bremsscheiben und Bremsbeläge zu kontrollieren.

 

Tipp: Achte bei der Montage des neuen Reifens auf die richtige Laufrichtung und dass Du die Reifen rotierst. Die Reifen, die letztes Jahr auf der Vorderachse waren, kommen auf die Hinterachse und umgekehrt. So werden die Reifen gleichmäßiger abgefahren.

 

Schritt 3: Neues Rad montieren

  1. Setz das neue Rad auf und zieh die Radmuttern handfest an.
  2. Senk den Wagen soweit herab, dass der Reifen auf dem Boden aufsitzt.
  3. Jetzt kannst Du die Radmuttern mit dem richtigen Drehmoment anziehen.

 

Tipp: Wenn Du die alten Reifen einlagerst, markiere sie mit den entsprechenden Kürzeln, VR, VL und HR und HL, damit Du nächstes Jahr noch weißt, welcher Reifen auf welche Achse muss!

 

Und noch ein Tipp: Die erste Fahrt sollte zur Tankstelle gehen, um den Reifendruck zu checken. Und vergiss nicht, die Räder nach ca. 50 km noch einmal nachzuziehen!

 

Nach dem Reifen wechseln kommt die Pflege

Gut gepflegte Reifen bedeuten verbesserte Sicherheit. Und deine und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer steht immer im Vordergrund. Dafür kannst Du folgende Dinge für Deine Reifen tun:

Reifen pflegen – Auf diese vier Dinge musst Du achten

  1. Kontrolliere Deine Reifen regelmäßig um Beschädigungen rechtzeitig zu erkennen.

Es reicht schon ein Bordsteinrempler oder das Fahren über einen scharfen Gegenstand und Deine Reifen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Erkennst Du z. B.:

  • Risse oder Einschnitte im Gummi
  • abstehende Gummifetzen
  • fehlende Reifenstückchen
  • Beulen und Unregelmäßigkeiten am Reifen

dann muss der Reifen so schnell wie möglich erneuert werden.

 

Achtung: Wenn Du mit einem derart beschädigten Reifen fahren musst, dann so langsam wie möglich, und fahr keinesfalls auf die Autobahn.

 

  1. Fahre umsichtig um Reifenverschleiß vorzubeugen.
  2. Zieh immer saisonal passende Reifen auf Dein Auto auf.
  3. Achte auf das Alter und die Profiltiefe, und ersetze Deine Reifen dementsprechend.

 

Tipp: Noch mehr Infos zu Profiltiefe, Reifenalter und was Du vor allem bei Winterreifen beachten musst, gibt’s unter diesem Link!

 

Reifen wechseln – Unser Fazit

Gerade der Radwechsel zur neuen Saison ist eine einfache Arbeit, die Du locker selber stemmen kannst. Du sparst Geld, bist zeitlich flexibel, und kannst mal wieder in Ruhe an Deinem Auto werkeln. Es müssen ja nicht immer komplexe Reparaturen sein.

Wie sieht’s bei Dir aus? Hat Dein Auto schon wieder seine Sommerschuhe? Hast Du weitere Tipps rund ums Thema Reifen-Wechsel? Hinterlass uns gerne einen Kommentar!

Max von ATP



Aktuelle Kommentare

  1. Avatar HyndaB sagt:

    Wenn man ganze Räder hat, und musst nicht die Reifen wechseln, ist es ganz einfach. Mann braucht nur einen Heber, und dann die Räder nacheinander wechseln.

  2. Avatar JT sagt:

    Danke,
    Hat mir sehr geholfen für meinen Schülerpraktikumsbericht!

  3. Avatar Hanna Adams sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag zum Thema Reifenwechsel. Meine Cousine lässt ihren Pneuwechsel immer in der Werkstatt machen, da sie keinen Wagenheber hat. Gut zu wissen, dass ein Radkreuz besonders zum Lösen von eingerosteten Radmuttern ist.

  4. Avatar Tun sagt:

    Wie kann man am leichtesten einen schweren Autoreifen beim Reifenwechsel dran montieren, gibt es hier Hilfsmittel, ohne dass man sich beim Bücken sein Rücken verletzt.

  5. Avatar Tobias Müller sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag zum Reifenwechsel! Mein Onkel arbeitet in einer Autowerkstatt und wechselt zweimal im Jahr unsere Autoreifen. Gut zu wissen, dass ein Wagenheber mindestens zwei Tonnen heben können sollte, wenn man ihn beim Reifenwechseln einsetzen möchte.

  6. Avatar Volker Arians sagt:

    Ich wechsele seit Jahren meine Räder selber und reinige / kontrolliere dabei gleich auch meine Bremsbeläge / -Schläuche etc.
    Das Foto ist allerdings eine Katastrophe – so packt man keinen Radschlüssel an und bekommt auch die Radmuttern nicht los !
    Und die Fettkreide ist leider gerade nicht lieferbar…

  7. Avatar Markus Richter sagt:

    Danke für die Tipps über die Ausrüstung für den Reifenwechsel. Ich wollte schon seit immer das selber machen. Allerdings kann ein professioneller Reifenservice nicht nur beim Reifenwechsel helfen, sondern auch bei Reparaturen, Achsvermessung und sogar Lagerung der Sommer- oder Winterreifen.

  8. Avatar Gisele Kraushaar sagt:

    Bald steht wieder das Reifenwechseln an. Dieses Mal möchte ich es gerne selber machen. Daher ist die Auflistung an Werkzeugen echt hilfreich! Ich wusste nicht dass man Fettkreide verwenden sollte.

  9. Avatar wolfgang Krähenbühl sagt:

    Als ich letzten Monat unterwegs war, hatte ich einen Platten und ich hatte leider nicht alles an Werkzeug, das ich dafür gebraucht hätte. Somit musste ich einen Pannendienst rufen. Damit ich nicht noch mal so hilflos da stehe habe ich mir vorgenommen am besten das Werkzeug zu kaufen, dass ich beim nächsten Mal benötige.

  10. Avatar Luise Hanson sagt:

    Normalerweise habe ich die Winterreifen immer in der Werkstatt wechseln und einlagern lassen. Jetzt habe ich aber in der Garage Platz gemacht und Regale für die Reifen aufgestellt. Vielen Dank für die Zusammenstellung der erforderlichen Werkzeuge. An eine Drahtbürste hätte ich nicht gedacht!

  11. Avatar helga sagt:

    Recht vielen Dank für die Ausrüstung zum Reifenwechsel! Der Mann hat zusammen mit dem Opa eine Reifenwechselmaschine gekauft, denn die Wagen stehen ja überall: im Hof, in der Garage, unter dem Carpot. Und wir alle, sowohl der Opa, als auch wir mit dem Mann und unser Sohn schon brauchen Reifenwechsel, wobei der Mann oft auch den Nachbarn hilft. Gott sei Dank, dass im Vorort wohnen, danke schön für die Tipps!

  12. Avatar Mario sagt:

    Hallo,
    bei meiner letzten größeren Tour habe ich erlebt, was passiert, wenn man beim Werkzeug spart. Bei einem Reifenwechsel im Atlas platzte eine Nuß, als ich die Radmuttern lösen wollte.
    Da war weit und breit keine Tankstelle, Werkstatt oder auch nur etwas, was irgendwie wie ein Haus oder eine Werkstatt aussah. Wenn nicht zufällig ein hilfsbereiter Fahrer eines Strassenbaufahrzeugs vorbeigekommen wäre, dann…… Die Nuß stammte aus einem Baumarkteinkauf.
    Den Ersatz habe ich mir im Werkzeughandel gekauft.
    Dabei zeigte sich auch die Spezialqualität des Fiatwwerkzeugs. Beim originalen Fiat Rohrschlüssel für die Radmuttern hielt der Sechskant gut auf der Schraube, das Loch zur Betätigung weitete sich aber zum Langloch. Der Betätigungsstab verbog sich so, dass er nicht mehr zu gebrauchen war. Die Schrauben wurden 6000km vorher in meinem beisein mit einem Drehmomentschlüssel angezogen.
    Mein wichtigster Punkt bei Werkzeug ist Qualität. Bei der Nuß hatte ich mich von dem guten Preis verleiten lassen.

  13. Avatar Lisa Rosenbaum sagt:

    Vielen Dank für den hilfreichen Beitrag. Dank diesem Artikel, kann ich den nächsten Reifenwechsel selber ausführen. Dies würde mir eventuell Kosten ersparen. Die Frage ist nur, ob ich es genauso gut hin bekomme.

  14. Avatar Karl sagt:

    Danke für die Hinweise. Ich glaub so ein Akku Drehschrauber könnte echt praktisch sparen. Spart Zeit und Kraft…

  15. Avatar Bora sagt:

    Also ich kann aus eigener Erfahrung den Mini-schrauber von Bosch empfehlen.
    Kraftvolle 110 Nm und eine Kraft — wahnsinn. Gibt´s inkl. Ladegerät und 2. Akku für ca. 165 Euronen.
    Einfach mal nach “ Bosch akkudrehschlagschrauber gdr 10,8 V Li professional “ suchen. Ist sehr schön klein und handlich ,..man ermüdet beim Arbeiten nicht.
    Echt eine Investition,die sich lohnt

  16. Avatar Pierree sagt:

    Diese Website gefällt mir echt gut!
    Gute Ausarbeitung des Themas. Alles wichtige Teile zum Reifenwechsel!

  17. Avatar Harald K. sagt:

    Kurze, knackige Übersicht über die Werkzeuge, die man für einen Reifenwechsel braucht. Habe meine „Sammlung“ um die Drahtbürste, Fettkreide und den Drehmomentschlüssel erweitert.
    Danke für den Tipp.
    Viele Grüße.
    Harald

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