Der Herbst und dein Auto – das muss jetzt gemacht werden!

Auch wenn im Jahr 2020 alles Kopf steht, auf eines kann man sich verlassen – den Wechsel der Jahreszeiten. Nach der Hitze freut man sich fast auf kältere Tage. Zu den kühleren Temperaturen kommen aber auch mehr Regen, nasses Laub auf den Straßen, und früher einsetzende Dunkelheit. Als Autofahrer muss man sich und seinen fahrbaren Untersatz auf diese geänderten Bedingungen einstellen.

Wir haben schon einige Beiträge dazu geschrieben, die wir dir hier praktisch und bequem zusammengefasst haben. Wenn du mehr zu einem einzelnen Thema wissen möchtest, klicke einfach auf den jeweiligen Link um den Artikel dazu zu lesen.

Hier die wichtigsten Herbst Check-ups für dein Auto im Überblick:

Der Herbst und dein Auto – was du beachten solltest:

  • Reifencheck
  • Feuchtigkeit im Auto
  • klare Sicht in alle Richtungen
  • die richtige Beleuchtung

Reifencheck

 

Die einzige Verbindung deines Autos zur Straße, deine Reifen – hier sollte man nicht geizen oder Fünf grade sein lassen. Wenn du neue Reifen kaufst, dann immer fabrikneu. Achte auch darauf, die richtigen Reifen für die richtige Jahreszeit zu haben. Auch wenn der richtige Reifen nach Witterungsverhältnissen ausgewählt werden sollte, kannst du dich doch an der „O bis O – Regel“ orientieren, also Sommerreifen von Ostern bis Oktober, ansonsten Winterreifen. Hier findest du noch zusätzliche Infos, auf was du bei der Wahl neuer Winterreifen achten solltest.

 

Checke deine Reifen regelmäßig, einmal durch Sichtkontrolle, ob sie Beschädigungen aufweisen, und prüfe den Reifendruck mit einem Messgerät. Meist gibt es das kostenlos an den Tankstellen. Wichtig ist, den Reifendruck nicht bei warmen Reifen zu checken – diese Werte sind verzerrt. Deswegen am besten von Zuhause aus direkt zur nächsten Tanke und dort messen. Wenn du dir unsicher bist, wie man den Reifendruck misst, dann kannst du hier dein Wissen auffrischen. Zudem kannst du alle 5.000 bis 10.000 Kilometer deine Reifen achsenweise tauschen; das ermöglicht einen gleichmäßigeren Abrieb. Umsichtiges Fahren und keine Vollbremsungen oder Kavaliersstart an Ampeln sorgen darüber hinaus auch noch für ein längeres Reifenleben.

Mehr zum Thema ‚Reifenverschleiß vorbeugen‘ findest du auch noch hier.

Feuchtigkeit im Auto

Noch muss man morgens nicht kratzen, aber die niedrigen Temperaturen, vor allem nachts, machen sich schon in deinem Auto bemerkbar. Beschlagene Scheiben, klamme Luft im Auto, die Polster fühlen sich teils schon feuchtkühl an – besonders, wenn sich die Feuchtigkeit innen im Auto befindet, gilt es schnell zu handeln, denn wenn’s was gibt, was die Elektrik im Auto nicht mag, dann ist es Feuchtigkeit.
Du kannst dir vorbeugend und als Sofort-Hilfe einen einfachen Luftentfeuchter in der Plastikschale kaufen und z.B. im Fußraum des Beifahrers stellen. Wenn du DIY magst oder nicht zum Baumarkt fahren willst, tuts auch Katzenstreu im Küchentuch eingeschlagen. Egal, was du ins Auto stellst, Luftentfeuchter aus dem Baumarkt, oder Marke Eigenbau, bitte nicht hinten auf die Hutablage stellen. Das kann spätestens beim Bremsen gefährlich werden, Stichwort: Wurfgeschoss!

Rost und Laub

Zudem solltest du jetzt mit Beginn des Blätterwechsels an Laubbäumen regelmäßig deinen Regenablauf am Auto von nassem Laub befreien. Prüfe zudem deine Dichtungen, stelle sicher, dass alles glatt und geschmeidig ist, und es keine porösen Stellen oder Risse gibt. Nebenbei kannst du dein Auto auch auf Roststellen überprüfen und ggf. mit Rostschutzgrundierung Schlimmeres verhindern, bis du den Rost ordentlich entfernen kannst. Gleiches gilt übrigens für Steinschläge auf deiner Windschutzscheibe. Sollte es dich erwischt haben, reinige die Stelle so schnell wie möglich und klebe sie ab. Dazu reicht ein handelsübliches Klebeband. So verhinderst du, dass Feuchtigkeit in den Riss gelangt. Temperaturschwankungen im Herbst und Winter, oder ein Schlagloch auf der Straße, und schon hat sich der Riss vergrößert. Noch mehr Tipps und Infos zum Thema ‚Feuchtigkeit im Auto‘ findest du übrigens hier.

Und da wir gerade von der Windschutzscheibe sprechen:

Klare Sicht in alle Richtungen

Jetzt im Herbst wird es Zeit, die Scheibenwischer zu überprüfen und ggf. auszutauschen. Spätestens, wenn der Gummi an den Scheibenwischblättern porös und hart geworden ist, und der Wischvorgang ein einziges Schlierengemälde auf deiner Scheibe hinterlässt, wird es Zeit für einen Wechsel. Wie du das genau machst und wie du die passenden Scheibenwischer kaufst, erklären wir dir hier. Übrigens, um die Lebenszeit deiner Scheibenwischer zu verlängern, immer merken: Ein Scheibenwischer ist kein Eiskratzer!

Je nach Temperatur kannst du auch anfangen, deinem Wischwasser mehr Frostschutzmittel zuzuführen. Das wird aber meist erst wirklich wichtig wenn die Temperaturen unter Null fallen.

Zu guter Letzt kommen wir noch zur Beleuchtung.

Die richtige Beleuchtung

Der Herbst bringt Nebel mit sich, und eine immer früher einsetzende Dämmerung. Dass bei Einsetzen der Dämmerung mit Dunkelheit zu rechnen ist, diese Info kriegen nicht immer alle Autofahrer. Jedes Jahr sieht man Autos in der Dämmerung ohne Licht herumfahren; sind sie zudem auch noch dunkel lackiert, sind sie quasi unsichtbar. Das stellt ein großes Risiko für sie selbst und andere Verkehrsteilnehmer das. Wir raten deshalb dazu, im Herbst und Winter einfach immer das Abblendlicht einzuschalten. Es geht ja vor allem ums besser gesehen werden!
Bei dieser Gelegenheit kannst du alle deine Beleuchtung überprüfen – Frontleuchten, rückwärtige Beleuchtung, und Blinker. Tausche ggf. die Glühbirnen, Hier kannst du einiges sparen, wenn du die Birnen selber kaufst und tauschst; aber auch die Werkstatt wechselt auf Nachfrage eigentlich immer vom Kunden gekaufte Glühbirnen. Gute Qualitäts-Glühbirnen findest du hier.

Und wie war das nochmal mit den Nebelscheinwerfern?

Wir haben hier einen ausführlichen Beitrag zur korrekten Nutzung deiner Nebelscheinwerfer und der Nebelschlussleuchte, aber fassen es für dich nachfolgend gerne nochmal zusammen:
Die Nebelschlussleuchte kann angeschaltet werden bei einer Sicht unter 50 Meter, dann darf man aber auch nur 50km/h schnell fahren. Sie muss ausgeschaltet werden, wenn sich der Nebel lichtet.
Die Nebelscheinwerfer dürfen erst bei einer Sichtweite von unter 150 Meter auf der Autobahn, außerorts 100 – 120 Meter, und innerorts 60 – 70 Meter eingeschalten werden. Hier gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung, und sie dürfen zudem bei Schnee oder anderen schlechten Wetterverhältnissen genutzt werden.
In jedem Fall soll diese Sonderbeleuchtung nur zum Einsatz kommen, wenn es die Wetterverhältnisse erfordern, und dann auch nur unter Einhaltung etwaiger Tempolimits.

Neben den Check-ups, die du an deinem Auto vornehmen kannst, darfst du auch nicht vergessen, dein Fahrverhalten der Jahreszeit anzupassen. In der dunklen Jahreszeit sind wilde Tiere morgens später und abends früher aktiv, also achte auf Wildwechsel. Sollte es doch zu einem Wildunfall kommen, erfährst du hier, was zu tun ist. Hinzu kommen durch nasses Laub rutschige Strassen und die tiefer stehende Sonne. Deswegen, runter vom Gas und entspannt in den Herbst!

Gute und sichere Fahrt!

Dein ATP Team



Aktuelle Kommentare

  1. Christine Gerresheim sagt:

    Super! Das ist aber ein genialer Tipp für DIY-Begeisterte, einfach Katzenstreu im Küchentuch bei Feuchtigkeit reinzulegen. Darauf muss man erst mal kommen. Diesen Tipp werde ich anwenden, denn mein Auto steht auch draußen und ist innen im Winter immer feucht. Das dürfte für viele Autobesitzer nützlich sein. Aber ansonsten auch wertvolle Tipps rund ums Auto!!!

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