28 Mrz 2022 Do It Yourself
Einparkhilfe_nachruesten

Einparkhilfe nachrüsten – geht das?!

Bei vielen Autofahrern gehört sie schon zum Alltag, andere haben diesen Luxus noch nicht und möchten eine Einparkhilfe nachrüsten. Doch ist das überhaupt so einfach möglich? Vor allem in Eigenregie kann das Nachrüsten von Parksensoren sehr aufwendig werden. Wir erklären Dir, wie Du die Einparkhilfe selbst nachrüsten kannst und wann Du dafür lieber in die Werkstatt fahren solltest. Natürlich haben wir auch wie immer hilfreiche Tipps und Tricks auf Lager! Bist Du bereit? Dann legen wir direkt los!

Einparkhilfe nachrüsten – Das solltest Du wissen

Für viele ist das Einparken bei der Führerscheinprüfung die größte Hürde – doch auch erfahrene Autofahrer und Autofahrerinnen haben ihre Probleme damit. Oftmals ist es gar nicht so einfach, die Länge Deines Autos oder den Abstand zum nächsten Fahrzeug präzise einzuschätzen. Dabei kann eine Einparkhilfe – egal, ob optische oder auch einfache Rückfahrpiepser – eine enorme Hilfe sein.

Übrigens: Abgekürzt heißt die Einparkhilfe auch PDC. Warum? Deshalb: Im Englischen wird diese Park-Distance-Control genannt – also Park-Distanz-Kontrolle.

Bei Neuwagen gehört der Parkassistent oft schon zur Serienausstattung oder kann zumindest auf Wunsch von Werk aus eingebaut werden. Das ist auch nur verständlich: Dadurch kannst Du Parkrempler und Kratzer im Lack vermeiden und das Ein- und Ausparken wird kinderleicht. Somit ist es kein Wunder, dass viele Autofahrer und Autofahrerinnen eine Einparkhilfe nachrüsten wollen. Doch ist das auch so einfach wie gedacht? Nein, nicht unbedingt… Der Schwierigkeitsgrad hängt davon ab, für welche PDC-Variante Du Dich entscheidest. Welche Du zur Auswahl hast – das verraten wir Dir jetzt!

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Wenn Du eine Einparkhilfe nachrüsten möchtest, sind verschiedene Varianten möglich.

Park-Distance-Control nachrüsten: Möglichkeiten

Du fährst ein älteres Auto ohne Parkassistenten und möchtest nun eine Einparkhilfe nachrüsten? Das geht! Dafür hast Du verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Es gibt spezielle Kennzeichenhalter mit integrierter Einparkhilfe.
  • Außerdem hast Du die Möglichkeit, Nachrüst-Sets einzubauen.
    • Dabei ist das Vorgehen um einiges schwieriger als beim vorher genannten Kennzeichenhalter.
  • Zusätzlich kannst Du auch noch eine Rückfahrkamera nachrüsten, wenn Dir die Rückfahrpiepser nicht genügen.

Warum das Einbauen von Nachrüst-Sets für die Einparkhilfe so kompliziert ist? Wir verraten es Dir! Im selben Zuge erfährst Du außerdem auch, wie Du eine Einparkhilfe nachrüsten kannst. Bereit? Let’s go!

Einparkhilfe einbauen: So geht’s

Parksensoren nachzurüsten ist ganz und gar nicht einfach – sie müssen nämlich in die Stoßstange eingebaut werden. Und das heißt: Dafür musst Du entsprechende Löcher bohren. Diese dürfen nicht zu klein sein – ist klar: sonst passen nämlich die Sensoren nicht. Zu groß darfst Du die Löcher allerdings auch nicht machen: Dann können die Parksensoren wackeln und falsche Signale senden oder auch herausfallen. Aber wir können Deine Nerven ein wenig beruhigen: Bei den meisten Nachrüst-Sätzen sind die passenden Bohreraufsätze oft schon enthalten. Aber das Bohren ist nicht die einzige Hürde beim Nachrüsten von Parksensoren:

  • Die Sensoren müssen mit dem beiliegenden Steuergerät verkabelt werden.
    • Dabei musst Du die Kabel so verlegen, dass diese nicht lose herunterhängen.
    • Ansonsten kann es nämlich sein, dass diese reißen und dabei auch andere Teile beschädigen.
  • Damit die Parkpiepser auch funktionieren, benötigen sie Strom.
    • Je nach Fahrzeug und Modell musst Du die Sensoren an verschiedenen Stellen anschließen – hierfür gibt es keine allgemeingültige Anleitung.
    • Oft beziehen die Sensoren den Strom von der Heckleuchte – teilweise musst Du diese erst ausbauen, um an die Kabel zu kommen.
  • Außerdem musst Du bei einer visuellen Einparkhilfe auch einen passenden Ort für das Display finden.

Auch wichtig: Die Löcher für die Sensoren müssen an der exakt richtigen Position gebohrt werden, damit die Einparkhilfe auch einwandfrei funktioniert. Außerdem ist auch ein rechter Winkel beim Einlassen der Sensoren unabdingbar, um eine reibungslose Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.

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Beim Parksensoren-Nachrüsten müssen die dafür vorgesehenen Löcher an genau der richtigen Position gebohrt werden.

Da Du nun weißt, welche Schwierigkeiten Dir beim Einbau von Parksensoren bevorstehen, können wir Dich auch mit der passenden Anleitung versorgen! Bereit? Weiter geht’s!

PDC nachrüsten – Anleitung

Einen Teil der Anleitung haben wir nun schon vorweggenommen. Wie der restliche Ablauf funktioniert – das erfährst Du jetzt ausführlich in einem Video von SchrauberTV! Anhand der Länge des Videos (trotz Video-Bearbeitung und Schneiden) erkennst Du, wie langwierig und kompliziert diese Autoreparatur selbst für einen Autoteile-Profi ist:

Du siehst es: Als Hobbyschrauber ist es gar nicht so leicht, eine Einparkhilfe nachzurüsten. Aber es geht auch einfacher – ganz ohne Bohren. Wie das ungefähr funktioniert, haben wir Dir bereits verraten. Die Details folgen jetzt!

Einparkhilfe nachrüsten ohne Bohren

Eine Möglichkeit für das Einparkhilfe-Nachrüsten ohne Bohren bietet Dir, wie gesagt, ein spezieller Kennzeichenhalter. Bei diesen sind die Parksensoren bereits integriert. So funktioniert’s:

  • Die empfangenen Signale werden per Funk an ein weiteres Gerät weitergeleitet – meistens handelt es sich hierbei um Dein Smartphone.
  • In der entsprechenden App siehst Du nun beim Ein- und Ausparken, wo es zu knapp wird.

So viel zur Funktionsweise der Kennzeichenhalter mit integrierten Parksensoren. Doch wie bekommst Du diese Einparkhilfe nun an Dein Auto? Die Montage verhält sich genauso, wie bei einem normalen Kennzeichenrahmen. Um diesen zu wechseln, musst Du einfach nur den alten Rahmen abschrauben und anschließend den neuen Kennzeichenhalter anbringen.

Schon gewusst? Wenn Deine bereits vorhandenen Parksensoren nicht mehr richtig funktionieren, musst Du nicht gleich eine neue Einparkhilfe einbauen. In diesem Fall reicht es aus, neue Parksensoren zu besorgen und die alten zu ersetzen.
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Deine bereits vorhandenen Parksensoren funktionieren nicht mehr? Dann musst Du keine Einparkhilfe nachrüsten.

Das klingt zwar auf den ersten Blick alles schön und gut, aber selbstverständlich bringt diese Variante der Einparkhilfe auch Nachteile mit sich:

  • Wenn die Mulde für das Kfz-Kennzeichen zu tief ist, funktionieren die Sensoren leider nicht problemlos.
    • Sie werden blockiert und empfangen dadurch falsche Signale.
    • Im schlimmsten fall führt das zu einem lästigen Dauerpiepsen der Einparkhilfe.
  • Außerdem darf der Kennzeichenhalter auch nicht zu hoch liegen, da hierdurch ebenfalls Fehler beim Ermitteln des Abstandes auftreten können.

Solltest Du also einen hohen SUV fahren, hast Du wahrscheinlich schlechte Karten und musst auf die herkömmlichen Parksensoren zurückgreifen. Bevor Du aber mit dem Einbau in Eigenregie Schaden anrichtest, solltest Du Dir vorher überlegen, ob Du nicht doch lieber eine Fachwerkstatt aufsuchen willst.

Einparkhilfe nachrüsten – Kosten

Wenn Du Dich für den Einbau der Einparkhilfe durch eine Fachwerkstatt entscheidest kommen natürlich auch zusätzliche Kosten für die Arbeitszeit auf Dich zu. Wie hoch diese im Vergleich zur Arbeit in Eigenregie sind, das verraten wir Dir jetzt! Je nachdem, für welche Variante des Parkassistenten Du Dich entscheidest und welches Fahrzeugmodell Du fährst, unterscheiden sich natürlich auch die Kosten:

  • Für das Nachrüst-Set musst Du mit Kosten zwischen 50 € und 200 € rechnen.
  • Die Kosten für den Arbeitsaufwand in einer Fachwerkstatt können auch stark variieren: Hier kommen zwischen 300 € bis zu 1.000 € auf Dich zu.

Du musst zwar in einer Fachwerkstatt tiefer in den Geldbeutel greifen, aber dafür hast Du im Anschluss auf jeden Fall ein gutes Ergebnis vorliegen. Wir haben Dir nun die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten aufgezählt – über die Kosten weißt Du auch Bescheid. Jetzt liegt es an Dir: Ob Du Dir das Nachrüsten der Einparkhilfe als versiertem Hobbyschrauber selbst zutraust oder ob Du Dich lieber an eine Werkstatt wendest, hängt nun von Dir und Deinem Know-how ab.

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Ein PDC nachzurüsten, kann abhängig von vielen Faktoren auch hohe Kosten verursachen.

Wir haben Dir nun alles Wichtige erzählt und wollen nun einiges von Dir wissen: Hast Du denn schon den Luxus einer Einparkhilfe? War diese schon ab Werk in Deinem Auto verbaut oder hast Du diese nachgerüstet? Wie lief das Nachrüsten der PDC bei Dir? Gab es Probleme? Erzähle uns doch in den Kommentaren von Deinen Erfahrungen! Wie immer sind wir sehr gespannt darauf!

Alex von ATP

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