23 Nov 2022 Autowissen
Auf dem Bild ist zu sehen, wie ein Mann dabei ist, ein rotes E-Auto zu laden.

E-Auto laden – zu Hause oder an Ladesäule: Kosten, Möglichkeiten & Co.

Spätestens im Autohaus wirst Du Dir wahrscheinlich einige Fragen zum E-Auto-Laden stellen:  Wo kann ich mein E-Auto aufladen? Kann ich mein Elektro-Auto zu Hause aufladen? Was kostet es das E-Auto zu laden? Wir möchten Dir in diesem Beitrag die Antworten auf diese Fragen liefern – inklusive Tipps und Tricks natürlich.

Verschiedene Möglichkeiten zum E-Auto Laden

Wenn Du Dir ein E-Auto kaufen oder leasen möchtest, solltest Du Dich auch damit beschäftigen, wie und wo Du das Elektrofahrzeug aufladen kannst. Dabei stehen Dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Du kannst Dein E-Auto an öffentlichen Ladestationen aufladen.
  • Mit dem entsprechenden Equipment kannst Du das E-Auto auch zu Hause laden.

Natürlich willst Du jetzt auch wissen, wie das funktioniert, oder? Keine Sorge! Wir verraten Dir selbstverständlich sämtliches Wissen sowie Tipps und Tricks zum E-Auto Laden.

Ein Mann lädt sein weißes E-Auto zu Hause auf.
Beim E-Auto Laden hast Du viele verschiedene Möglichkeiten.

E-Auto aufladen: So geht’s an öffentlichen Ladestationen!

Vor gut 5 Jahren war die Anzahl der öffentlichen Ladestationen für E-Autos in Deutschland noch relativ gering (ca. 6.000 im Januar 2017). Monat für Monat wurden seit 2017 jedoch stetig mehr Ladepunkte in Betrieb genommen. Im Oktober 2022 stieg die Zahl auf über 70.000 Stationen zum E-Auto Laden – darunter ca. 11.000 Schnelladepunkte (Quelle: statista). Somit stellt zumindest das Finden einer Ladestation keine große Herausforderung mehr dar. Aber auch das Aufladen selbst ist kinderleicht. Ob E-Auto oder Verbrenner: Das Tanken funktioniert tatsächlich relativ ähnlich. Jetzt verraten wir Dir auch in einzelnen Schritten, wie Du den Akku Deines Elektrofahrzeugs wieder aufladen kannst:

  • Wie beim Verbrenner musst Du auch beim E-Auto zuerst den Motor ausschalten.
  • Bevor Du nun Strom zapfen kannst, musst Du Dich via App, Ladekarte oder auch QR-Code im Online-Portal anmelden.
  • Soweit erledigt? Dann kannst Du nun die entsprechende Klappe am E-Fahrzeug öffnen und das Kabel einstecken.
    • Hierfür kannst Du sowohl Dein eigenes als auch das an der Ladesäule angebrachte Ladekabel verwenden.
    • Benutzt Du Dein eigenes Kabel? Dann achte darauf, es zuerst an der Ladesäule und dann an Deinem Auto anzustecken.
  • Den Ladevorgang startest Du jetzt entweder in der App oder im Online-Portal – je nachdem, für welchen Autorisierungsweg Du Dich entschieden hast.
  • Wenn Dein E-Auto nun vollständig aufgeladen ist, kannst Du die Aufladung stoppen – bei 100 % Akkukapazität stoppt die Ladung normalerweise automatisch.
  • Zum Schluss musst Du nur noch Dein Auto wieder abstecken, den Motor anschalten – und schon kann die Fahrt weitergehen!

An öffentlichen Ladesäulen kannst Du übrigens nicht nur reine Elektrofahrzeuge aufladen: Ob E-Auto oder Hybrid – beide Fahrzeugtypen kannst Du hier mit Strom betanken. Bei einer weiteren Statista-Umfrage gaben knapp 64 % der Befragten an, dass sie das E-Auto zu Hause laden. Auch hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten – die wir Dir natürlich ebenfalls zeigen wollen. Bereit? Dann geht es direkt weiter!

Übrigens: Bezahlen kannst Du auf verschiedenen Wegen. Standardmäßig stehen Dir die Zahlung via App oder Ladekarte zur Verfügung. Jedoch wird es ab Januar 2023 zur Pflicht, den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, auch mit gängigen kartenbasierten Systemen bezahlen zu können (Ladesäulenverordnung, §4). Das deckt sich mit einer 2021 durchgeführten Umfrage: 21 % der Befragten möchten mit Kreditkarte bezahlen können und 38 % mit Girocard. Viele Anbieter sind jedoch jetzt schon dabei, nachzurüsten.

So kannst Du Dein E-Auto zu Hause laden

Wenn Du nicht auf öffentliche Ladestationen angewiesen sein möchtest, kannst Du Dein E-Auto zu Hause laden. Das geht meistens ganz bequem über Nacht, während Dein Fahrzeug sowieso steht. Wir wollen Dich nicht lange zappeln lassen und Dir gleich erklären, welche Möglichkeiten Du hast. Auf folgende Arten kannst Du Dein E-Auto zu Hause laden:

  • Du kannst eine Wallbox installieren und hiermit Dein E-Auto laden.
  • Per Ladekabel über die übliche Haushaltssteckdose (Schuko) ist die Aufladung des E-Autos auch möglich.
Gut zu wissen: Wie bei einem Verbrenner ist der „Tankdeckel“ auch bei E-Autos nicht immer an der gleichen Stelle verbaut. Teilweise findest Du diesen zwar wie gewohnt hinten an der Seite, jedoch liegt er bei manchen Elektrofahrzeugen auch in der Nähe der Motorhaube.

Aber nur zu wissen, welche Möglichkeiten Du hast, reicht leider nicht aus. Es gibt hierbei noch einiges zu beachten. Was Du beachten musst, wenn Du Dein E-Auto zu Hause laden möchtest – das erfährst Du jetzt!

Ein E-Auto lädt zu Hause via Wallbox vor der Garage.
Am schnellsten und sichersten funktioniert das E-Auto Laden zu Hause mit einer Wallbox.

E-Auto zu Hause laden via Wallbox

Nach der Arbeit zu Hause ankommen, das Fahrzeug in der Garage oder im Carport parken, das Kabel einfach anstecken und das E-Auto laden – easy, oder? So kannst Du Wartezeiten vermeiden und ganz normal Deinem Alltag nachgehen. Viele setzen dabei auf eine Wallbox. Was Du bei dieser Lade-Möglichkeit alles beachten musst, haben wir Dir schon einmal in einem separaten Beitrag erklärt. Alle Infos zur Wallbox-Installation, welche Voraussetzungen es gibt, wie hoch die Kosten sind und noch viele weitere Tipps – das alles findest Du mit nur einem Klick. Als Alternative kommen noch so genannte mobile Ladestationen in Frage. Diese kannst Du überall hin mitnehmen und sogar auch als Wallbox einsetzen!

E-Auto an normaler Steckdose laden: Das solltest Du beachten!

Mit dem passenden Ladekabel kannst Du Dein E-Auto auch an einer normalen Steckdose laden. Das ist zwar praktisch und kurzfristig auch günstiger als eine Wallbox – es kann aber auch Gefahren mit sich bringen. Du musst hierbei mit folgenden Nachteilen rechnen:

  • Übliche Haushaltssteckdosen (Schuko) sind nicht für so lange Ladezeiten mit hoher Power ausgelegt.
    • Wenn Du Glück hast, fällt nur die Sicherung aus.
    • Im schlimmsten Fall kann es aber auch zu einem Kabelbrand kommen – dementsprechend kann auch Dein Auto brennen.
  • Das Aufladen des E-Autos dauert auf diese Weise um einiges länger.

Wo wir schon beim Thema sind: Wir haben bereits angedeutet, dass es herkömmliche Ladesäulen und Schnell-Ladestationen gibt. Auch bei Dir zu Hause unterscheidet sich die Ladedauer je nachdem, ob Du eine Wallbox besitzt oder über eine Schuko-Steckdose Dein E-Auto laden lässt. Die genauen Unterschiede wollen wir Dir nun auch erklären – direkt als Nächstes!

Ladedauer beim Elektroauto: Die Unterschiede

Wie lange Dein E-Auto lädt, können wir Dir leider nicht pauschal sagen. Denn die Ladedauer beim Elektroauto hängt von verschiedenen Faktoren ab – je nach Fahrzeugmodell musst Du etwas mehr Zeit einberechnen, um das E-Auto zu laden. Wovon das abhängt? Wir verraten es Dir:

  • Zum einen kommt es natürlich auf die verfügbare Ladeleistung an.
  • Andererseits spielt die Akkukapazität Deines Autos eine Rolle.
  • Die Temperatur der Batterie stellt ebenfalls einen wichtigen Faktor dar: Je kälter, desto länger die Ladedauer beim Elektroauto.
  • Zuletzt hat der Ladezustand des Akkus Auswirkungen auf die Ladedauer.

Grundlegend kann der Ladevorgang zwischen 2 oder auch 17 Stunden dauern. Zum Schluss wollen wir Dir nur noch eine wichtige Info zum Thema E-Auto laden verraten: die Kosten. Dem widmen wir uns im nächsten Abschnitt:

Ein E-Auto lädt vor einer Garage bei strahlendem Sonnenschein auf – eventuell durch eine Photovoltaik-Anlage.
Je nach Ladeleistung der Wallbox kann die Ladedauer bei einem Elektroauto variieren.

E-Auto laden: Kosten für den Strom

Auch die Kosten für das Laden Deines E-Autos unterliegen verschiedenen Abhängigkeiten:

  • Lädst Du Dein E-Auto an einer öffentlichen Ladesäule, hängen die Kosten vom Betreiber der Station und von Deinem gewählten Tarif ab.
    • Außerdem hängt der Preis für das Aufladen auch von der Akkukapazität Deines E-Autos ab – je größer der Akku, desto höher die Kosten.
  • Wirst Du Dein E-Auto zu Hause laden, hängen die Kosten vom Tarif Deines Stromanbieters ab.
    • Sparen kannst Du außerdem, indem Du eine Photovoltaik-Anlage für das Aufladen Deines Elektrofahrzeugs installierst.

    Doch wie hoch sind nun die Kosten beim Aufladen eines Elektroautos? Laut Statista lagen die Preise für das Tanken eines Elektroautos 2021 zwischen 35 und 79 Cent pro Kilowattstunde – je nach gewähltem Betreiber. Im Normalfall liegen die Gesamtkosten für eine Aufladung unter 10 €.

    So, nun sind wir aber neugierig: Wie lädst Du Dein E-Auto am liebsten auf? Bist Du eher Fan davon, es zu Hause zu laden oder fährst Du regelmäßig an öffentliche Ladesäulen? Wie viel kostet eine Aufladung bei Dir im Durchschnitt? Erzähle und davon gerne in den Kommentaren!

    Alex von ATP

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