Querlenker-ABC Teil 2: Bewegung, Bauteile und Belastungsmerkmale

Kannst du es auch nicht leiden, wenn du von einem Termin zum anderen hetzt? Viel zu tun auf der Arbeit? Ständig unterwegs und beansprucht? So geht’s nicht nur dir. Dein Auto ist eigentlich auch immer im Stress. Sobald du es fährst, ist es auf ganz unterschiedlichen Untergründen unterwegs. Und die sind in den seltensten Fällen so richtig eben. Genau hier fangen viele Probleme an. Zum Beispiel die mit dem Querlenker.

Im letzten Blog-Post haben wir dir bereits genau erklärt, wie ein Querlenker funktioniert. Vereinfacht gesprochen sorgt der Querlenker dafür, dass du dein Rad in verschiedene Richtungen lenken kannst, ganz ähnlich wie beim Fahrradlenker. Und genau wie sich beim Fahrradfahren die Bodenwellen ganz schön auf den Lenker übertragen, passiert das eben auch beim Querlenker im Auto. Der arbeitet eigentlich immer. Schließlich hält er auch beim Geradeausfahren das Auto in der Spur. Und wenn der Boden uneben ist, bekommt er die volle Packung ab. Das ist ein Schicksal, das er mit vielen anderen Fahrwerkskomponenten teilt. Bei den vielen Schlaglöchern auf den Straßen machen die eine Menge mit.

Bewegung – Querlenker müssen viel aushalten

Aber der Querlenker muss auch aus anderen Gründen eine Menge aushalten. Weil er sich bewegen lässt, sind auch genau diese beweglichen Teile dem Verschleiß ausgesetzt. An der Verbindung zum Fahrwerk sitzt das Querlenkerlager. Das ist ein leichtgängiges Gummi-Metallteil, das sich während der Fahrt eigentlich in alle Richtungen bewegen muss. Das sind ganz schöne Strapazen für das Material. Kein Wunder, dass der Zahn der Zeit an so einem Bauteil nagt. Denn jedes Rad überträgt seine Schwingungen an alle Teile, mit denen es verbunden ist. Bodenwellen, der Fahrbahn Belag, Löcher und jede Lenkbewegung sorgen dafür, dass dem Querlenker und seinen Lagern ordentlich eingeheizt wird.

Bauteile – Querlenkerlager sind sensibel

Dazu kommt: Gummi altert, Metall korrodiert. Außerdem sind alle Bauteile unter dem Fahrzeug besonders beansprucht, schließlich kommen sie während ihres gesamten Lebens mit Wasser, Kälte, Hitze und Luft in Berührung. Die vielen Bewegungen tun ihr übriges. Irgendwann ist da auch das robusteste Bauteil nur noch ein Schatten seiner selbst. Du hast sicher schon einmal ein Gummiband an der Luft brüchig werden sehen oder den Rost an einer Büroklammer entdeckt. Nichts anderes passiert eben auch an den Lagerbuchsen des Querlenkers. Und nicht nur dort.

Dabei solltest du nicht vergessen: der Querlenker und alle seine Einzelteile dienen der Sicherheit. Funktioniert hier etwas nicht richtig, können die Lenkkräfte nicht optimal auf die Fahrbahn übertragen werden und auch das Bremsen wird zum Problem. Deshalb ist die Funktion der Querlenker nicht zu unterschätzen. Sicher, auch die Stoßdämpfer federn so einiges weg. Trotz allem musst du das Fahrwerk immer als großes Ganzes sehen. Schließlich müssen die Querlenker die Seitwärtsbewegungen der Räder und auch die Kräfte beim Anfahren und Bremsen kompensieren. Die Belastungen für alle Teile sind also enorm.

Belastungsmerkmale – Querlenkerteile austauschen

Die gute Nachricht: die Querlenker selbst halten solchen Belastungen sehr gut Stand und sind eigentlich fast unverwüstlich. Ihre beweglichen Teile wie Trage- und Führungsgelenke und auch die Querlenkerlagerbuchsen dagegen verschleißen mit der Zeit und müssen deshalb je nach Beanspruchung und Zustand ausgetauscht werden. Ein Anzeichen für den Verschleiß kann zum Beispiel ein besonders lautes Rollgeräusch sein. Ebenso kann dich die ungleichmäßige Abnutzung der Reifen darauf hinweisen, dass deine Querlenkerlager ihren Dienst quittiert haben. Besonders aufmerksam solltest du allerdings auch dann sein, wenn das Lenkrad viel Spiel hat. Nicht nur das Fahrgeräusch ist ein wichtiger akustischer Hinweis auf Probleme. Auch ein Quietschen, Knarren oder Poltern kann von Defekten am Querlenker verursacht werden. Wenn diese Symptome gehäuft auftreten, solltest du wortwörtlich hellhörig werden.

Wie du die Querlenkerbuchsen wechseln und reparieren kannst, zeigen wir dir in unserem nächsten Beitrag. Vielleicht willst du ja jetzt gleich deine Teile überprüfen? Bis dahin: gelenkige Fahrt!



Aktuelle Kommentare

  1. Antonina K. sagt:

    Gute Informationen, gut aufbereitet. Hab alles verstanden, auch wenn ich nicht das beste technische Verständnis hab.
    Freue mich auf weitere Erklärungen rund ums Auto.

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